Mallorca im Jahresverlauf
Zwischen zwei Trockenmauern, dahinter Mandelbäume. So sieht die Ebene im Winter aus.
Zwölf Monate, zwölf verschiedene Inseln — und für jeden Monat die Orte, an denen Mallorca gerade jetzt am besten ist.
Du möchtest zuerst Temperaturen und Regentage vergleichen? Hier findest du Wetter & Klima auf Mallorca mit der Klimatabelle für Palma.
„Wann ist die beste Reisezeit für Mallorca?" lässt sich nicht mit einer Jahreszeit beantworten, sondern nur zusammen mit dem, was du vorhast.
Im Februar blüht der Mandelbaum und die Luft ist so klar wie nie, im April ist die Tramuntana grün und die Wege sind begehbar, im Juni wird das Wasser warm, im September ist es am wärmsten, und im November gehören einem die Bergdörfer allein. Dieselbe Bucht, die im August eine Menschenmenge ist, kann im Mai der schönste Platz der Insel sein.
Deshalb steht bei jedem der 151 Orte ein eigener Saisonkompass: für jeden Monat eine Einschätzung, wie voll es ist, was geöffnet hat und ob sich der Weg lohnt. Auf dieser Seite ist diese Bewertung umgedreht — du wählst den Monat und bekommen die passenden Orte dazu.
Das Jahr auf einen Blick
Vier Jahreszeiten, zwölf Monate
Frühling
Alles offen, das Land grün, das Wasser noch kühl.
Sommer
Warmes Wasser, lange Abende — und die vollste Zeit des Jahres.
Herbst
Das Meer am wärmsten, die Insel wieder ruhiger.
Winter
Leere Dörfer und klare Luft, an der Küste vieles geschlossen.
lohnt bedingt eher nicht Der Balken zeigt, wie sich die 151 Orte in diesem Monat verteilen.
Wenn du in der Hochsaison kommst
Sagen wir es offen: Wer im Juli oder August nach Mallorca fährt, teilt die Insel mit sehr vielen anderen Menschen. Das betrifft nicht nur die Strände. Es betrifft die Warteschlange vor der Kathedrale, den Parkplatz am Cap de Formentor, die Serpentinen nach Sa Calobra, den Tisch am Hafen ohne Reservierung und die Fahrzeit für jede Strecke, die über eine Hauptstraße führt. Rechne für alles das Doppelte an Zeit ein, dann stimmt es ungefähr.
Das ist kein Grund, nicht zu fahren — der Sommer hat sein warmes Wasser und seine langen Abende, und viele können nur in den Schulferien reisen. Man muss es nur anders anstellen als im Mai.
Acht Dinge, die im Hochsommer wirklich helfen
- Den Tag umdrehen. Zwischen sieben und zehn Uhr morgens gehört dir fast jeder Ort der Insel. Um elf ist derselbe Ort ein anderer. Die zweite gute Zeit beginnt gegen siebzehn Uhr, wenn die Busse abfahren und das Licht besser wird.
- Mittags in den Schatten. Mach es wie die Mallorquiner und plane zwischen zwölf und sechzehn Uhr nichts, was in der Sonne stattfindet. Ein langes Essen, eine Höhle, ein Museum, die Siesta im Zimmer — und danach fängt der Tag noch einmal an.
- Vor Ort statt auf Rundreise. Wer im August drei Sehenswürdigkeiten an einem Tag abfahren will, verbringt ihn im Auto und auf Parkplätzen. Ein Ziel pro Tag, gründlich, ist im Hochsommer die bessere Rechnung.
- Buchten mit Fußweg wählen. Zwanzig Minuten zu Fuß sind der wirksamste Filter, den es gibt — wirksamer als jede Parkgebühr. Platja des Carbó, Cala Brafi oder Es Comú de Muro sehen auch im August aus wie im Mai.
- Auf die andere Seite fahren. Wenn eine Küste voll ist, ist die gegenüberliegende es oft nicht. Bei Nordwind ist der Süden ruhig, bei Südwind der Norden — und die Bucht von Alcúdia ist zehn Kilometer lang, aber nur an drei Stellen bebaut.
- Ins Landesinnere. Der Pla ist im August kaum besucht. Sineu, Petra, Montuïri, Sencelles — dort gehören dir die Gassen, und nachmittags ist es unter den Platanen erträglich.
- Zufahrtsregelungen vorher prüfen. Am Cap de Formentor gilt im Sommer eine Sperre für den eigenen Wagen, und in Sa Calobra ist der Parkplatz vormittags belegt. Beides steht auf den jeweiligen Ortsseiten.
- Das Boot nehmen. Nach Sa Calobra, zur Platja de Formentor oder an die Südbuchten kommt man vom Wasser aus schneller, günstiger und ohne Schranke — und sieht die Küste von der Seite, die man sonst nie zu sehen bekommt.
Und wenn du frei wählen kannst
Dann nimmst du Oktober oder April — die beiden Monate, in denen die meisten Orte des Mallorca-Atlas ein „lohnt" tragen. Im Mai ist alles offen, das Land ist grün, das Wasser wird gerade warm genug und die Straßen sind frei. Im Oktober ist das Meer am wärmsten, das Licht am schönsten, und die Insel atmet hörbar aus. Wer wandern will, nimmt März oder November; wer die Mandelblüte sehen will, den Februar.
Welche Orte in welchem Monat wirklich lohnen, steht oben — Monat anklicken und die Liste durchgehen.
Häufige Fragen
Die beste Reisezeit für Mallorca
Wann ist die beste Reisezeit für Mallorca?
Gemessen an den Urteilen im Mallorca-Atlas sind es Oktober und April: Im Oktober lohnen 149 von 151 Orten, im April 147. Es folgen Mai und März. Eine allgemeine beste Reisezeit gibt es allerdings nicht — sie hängt davon ab, was du vorhast. Zum Baden ist der Herbst besser als das Frühjahr, zum Wandern umgekehrt.
Wann ist es auf Mallorca am vollsten?
Im August: Dort sind 85 von 151 Orten als voll oder überfüllt bewertet, im Juli 84. Das heißt nicht, dass sich in diesen Monaten nichts lohnt — im August bleiben 7 Orte, bei denen alles dafür spricht. Welche das sind, steht auf der Monatsseite.
In welchen Monaten hat auf Mallorca vieles geschlossen?
Im Januar sind 37 von 151 Orten als weitgehend geschlossen eingestuft, im Dezember 37 und im Februar 35. Betroffen sind fast ausschließlich reine Badeorte: Hotels, Strandbars und ein Teil der Lokale machen Winterpause. Städte, Landstädte und die Klöster auf den Hügeln haben ganzjährig offen.
Wann ist Mallorca am ruhigsten?
Im Dezember: Dort sind 135 von 151 Orten als leer bewertet, im Februar 131 und im Januar 130. Wer Ruhe sucht und trotzdem alles geöffnet haben möchte, ist mit Oktober besser beraten — dort trifft beides zusammen.
Wie ist diese Bewertung entstanden?
Jeder der 151 Orte im Mallorca-Atlas trägt einen Saisonkompass: zwölf Monate, jeder einzeln bewertet nach Andrang, Geöffnetsein und Empfehlung. Das sind 1.812 Einzelurteile, alle aus eigenen Besuchen. Die Zahlen auf dieser Seite sind daraus gerechnet — sie ändern sich, sobald sich ein Urteil ändert.
Kann man auf Mallorca im Winter Urlaub machen?
Ja, nur anders. Im Januar lohnen 94 von 151 Orten, im Februar 100 — das sind vor allem die Städte, die Landstädte, die Bergdörfer und die Klöster. Baden fällt aus, Wandern und Radfahren sind dafür angenehmer als im Sommer, und im Februar beginnt im Pla die Mandelblüte.