Die 9 schönsten Sandstrände Mallorcas
Feiner Sand, klares Wasser und Platz für einen langen Tag am Meer.
Kilometerweiter Sand, Dünen mit Kiefern dahinter und Wasser, das so flach abfällt, dass Kinder darin stehen können: Mallorcas große Strände sind etwas ganz anderes als die Felsbuchten im Südosten.
Diese neun haben mich über die Jahre am meisten überzeugt. Du erfährst hier, wo du Schatten findest, wo der Wind nachmittags auffrischt und wann du am besten losfährst.
Welcher Sandstrand passt zu deinem Urlaub?
Mallorca hat für jeden Urlaubstag den passenden Strand — man muss nur wissen, welcher es ist. Manche fallen so flach ab, dass Kinder weit hinauslaufen können. Andere haben nachmittags verlässlich Wind und gehören deshalb den Surfern. Und an einigen gibt es weder Liege noch Bar noch Schatten, dafür aber Ruhe, die du sonst nirgends findest.
Für diese Auswahl bin ich der Küste von Camp de Mar im Südwesten bis zur Halbinsel Formentor im Norden gefolgt. Es sind nicht die neun größten Strände der Insel, sondern die, an denen ich selbst am liebsten einen ganzen Tag verbringe.
Bei jedem Strand findest du ehrliche Hinweise zu Anfahrt, Untergrund, Schatten und Wind. So kannst du schon vor der Fahrt entscheiden, welcher davon zu dir und deinem Urlaubstag passt.
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1. Camp de Mar
Eine kleine Bucht mit hellem Sand, ringsum steile Kiefernhänge — und ein Holzsteg, der vom Strand auf einen Felsen im Wasser führt, auf dem ein Restaurant steht. Dieses Bild kennt jeder, der einmal hier war.
Weil die Hänge so eng stehen, konnte in Camp de Mar nie in die Breite gebaut werden. Der Ort ist klein und ruhig geblieben. Der Strand allerdings auch: Im Hochsommer ist er schnell belegt. Komm früh, dann hast du einen der schönsten Vormittage im Südwesten der Insel.
- Zugang
- Ebene Promenade und Holzsteg, dahinter ansteigende Straßen
- Untergrund
- Feiner heller Sand in einer engen Bucht
- Gut geeignet für
- Einen ruhigen halben Tag mit Essen direkt am Wasser
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2. Es Trenc
Rund zwei Kilometer Sand ohne ein einziges Gebäude: Es Trenc ist der längste unverbaute Strand Mallorcas. Hinter den Dünen liegen die Salinen von Campos, davor steht das Wasser so hell und flach, dass man sich anderswo wähnt. Seit 2017 ist das Ganze Naturpark.
Im Mai oder Oktober ist das einer der schönsten Strände des Mittelmeers. Im August sieht es anders aus: drei kostenpflichtige Parkplätze, bis zu zwanzig Minuten Fußweg und kein Schatten am Wasser. Nimm einen Sonnenschirm mit — und plane deinen Besuch möglichst außerhalb der Hochsaison.
- Zugang
- Sandwege durch die Dünen, vom Parkplatz bis zu zwanzig Minuten
- Untergrund
- Feiner, sehr heller Sand, flach abfallend
- Gut geeignet für
- Lange Spaziergänge und Badetage in der Nebensaison
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3. Platja des Carbó
Ein weißer Sandstreifen südlich von Colònia de Sant Jordi, den du nur zu Fuß erreichst. Rund eine halbe Stunde geht es am Wasser entlang — und genau diese halbe Stunde sorgt dafür, dass die Bucht im August ungefähr so aussieht wie im März.
Das Wasser ist so klar, dass du den Grund bis weit hinaus siehst; am Horizont liegt die Insel Cabrera. Es gibt hier weder Bar noch Liegen noch Dusche, nur den Schatten unter den Kiefern. Wasser, Sonnenschutz und feste Schuhe gehören deshalb in den Rucksack.
- Zugang
- Rund dreißig Minuten zu Fuß ab Colònia de Sant Jordi
- Untergrund
- Feiner weißer Sand, sehr klares Flachwasser
- Gut geeignet für
- Schwimmer und alle, die für Ruhe gern ein Stück laufen
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4. Canyamel
Eine breite Sandbucht mit Kiefernwald statt Häuserfront im Rücken. Canyamel ist der ruhigste der größeren Badeorte im Nordosten: ein paar Hotels, ein Golfplatz — und sonst wenig.
Der Sand ist hell, das Wasser fällt flach ab, für Kinder ist das ideal. Oben in der Felswand am Nordende der Bucht liegen die Coves d’Artà, eine der eindrucksvollsten Tropfsteinhöhlen der Insel: zu Fuß rund dreißig Minuten, mit dem Auto acht. So wird aus dem Strandtag ein ganzer Tag.
- Zugang
- Ebene Zuwege bis zum Strandrand, dann Sand
- Untergrund
- Feiner heller Sand, flacher und sandiger Einstieg
- Gut geeignet für
- Familien und einen ruhigen Badetag mit Ausflug zur Höhle
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5. Cala Agulla
Fünfhundert Meter heller Sand in weiter Sichel, dahinter Kiefernwald und Dünen — und kein einziges Hotel. Das Gebiet steht unter Schutz, und deshalb sieht die Cala Agulla heute noch so aus, wie sie aussieht.
Der Preis dafür ist der Parkplatz: Wer im Sommer nach zehn Uhr kommt, sucht lange. Geh stattdessen von Cala Ratjada zu Fuß, eine gute halbe Stunde am Wasser entlang. An den Rändern der Bucht liegen flache Felsbänke im klaren Flachwasser — dort ist auch im Juli noch Platz.
- Zugang
- Befestigter Weg vom Parkplatz bis zum Strandrand
- Untergrund
- Feiner heller Sand, an den Rändern flache Felsbänke
- Gut geeignet für
- Familien, Schnorchler und lange Strandtage
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6. Cala Mesquida
Dreihundert Meter fast weißer Sand zwischen zwei flachen Felsen, dahinter ein intaktes Dünensystem, über das ein Holzsteg führt. Du gehst über den Steg — und der Betrieb bleibt hinter dir.
Bei Nordwind läuft hier eine Brandung auf, die man von Mallorca nicht erwartet. Für alle, die Wellen mögen, ist das der verlässlichste Strand der Insel. Zum Baden mit Kindern solltest du an solchen Tagen genau auf die Flagge der Strandaufsicht achten: Sie ist hier keine Formsache.
- Zugang
- Holzsteg über die geschützten Dünen bis zum Strandrand
- Untergrund
- Feiner, fast weißer Sand
- Gut geeignet für
- Wellenfreunde und alle, die Dünen statt Hotelzeilen mögen
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7. Son Serra de Marina
Ein Ort ohne ein einziges Hotel, mit Schachbrettstraßen und Häusern von höchstens zwei Stockwerken. Davor liegt ein kilometerlanger, naturbelassener Strand mit geschützten Dünen, der ohne Unterbrechung bis Colònia de Sant Pere führt.
Hier gibt es keine Liegen, keinen Schirmverleih und keine Rettungsschwimmer, nur eine Strandbar am Ortsrand. Dafür ist der Strand so weit, dass selbst sonntags, wenn die Mallorquiner kommen, für alle Platz bleibt. Nachmittags weht es verlässlich auflandig — deshalb kommen die Kitesurfer her.
- Zugang
- Asphaltierte Ortsstraßen bis zum Strandrand, dann Sand
- Untergrund
- Feiner heller Sand, zum Wasser hin fest
- Gut geeignet für
- Ruhesuchende, lange Spaziergänge und Kitesurfer
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8. Platja de Muro
Sechs Kilometer feiner, steinfreier Sand — und der einzige Abschnitt der Bucht von Alcúdia, an dem keine Hotelzeile steht, sondern Dünen und Kiefern. Dahinter beginnt das Naturschutzgebiet S’Albufera.
Das Wasser fällt flach und breit ab, ohne Absätze; für kleine Kinder ist das einer der besten Strände der Insel. Und weil die alten Kiefern bis an den Dünenrand reichen, findest du hier den einzigen natürlichen Schatten der ganzen Bucht. Holzstege führen über die Dünen bis ans Wasser.
- Zugang
- Holzstege über die Dünen, danach Sand
- Untergrund
- Feiner, sehr heller Sand, steinfrei
- Gut geeignet für
- Familien mit kleinen Kindern und lange Strandtage
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9. Platja de Formentor
Alte Aleppokiefern stehen bis fast an die Wasserlinie, dahinter die Bergkette der Halbinsel, davor Wasser in drei Blautönen. Der bekannteste Strand des Nordens ist tatsächlich so schön, wie die Bilder behaupten.
Nur ist er nicht groß, und im Sommer wollen alle gleichzeitig hin. Nimm die Fähre ab Port de Pollença: zwanzig Minuten Fahrt, günstiger als der Parkplatz, kein Anstehen an der Schranke — und du siehst die Küste von der Seite, von der man sie sonst nie zu sehen bekommt.
- Zugang
- Zufahrt bis zum Strandrand; im Sommer Fähre ab Port de Pollença
- Untergrund
- Feiner heller Sand, viel Schatten unter alten Kiefern
- Gut geeignet für
- Familien und alle, die am Strand Schatten brauchen
Häufige Fragen zu Mallorcas schönsten Stränden
Welcher ist der schönste Sandstrand Mallorcas?
Für die weiteste Landschaft steht Es Trenc, für das klarste Wasser die Platja des Carbó, für den meisten Schatten die Platja de Formentor. Wer mit kleinen Kindern unterwegs ist, findet an der Platja de Muro die besten Bedingungen. Alle neun Strände auf dieser Seite stehen hier, weil ich seit 2013 immer wieder hinfahre.
Welcher Strand auf Mallorca eignet sich am besten für Kinder?
Die Platja de Muro: Der Sand ist steinfrei, das Wasser fällt flach und ohne Absätze ab, und in der Saison stehen mehrere Rettungstürme mit Beflaggung am Strand. Ebenfalls gut geeignet sind die Platja de Formentor und Canyamel, beide mit ruhigem, geschütztem Wasser.
Wo finde ich auf Mallorca Schatten am Strand?
An der Platja de Formentor reichen alte Aleppokiefern bis fast an die Wasserlinie. An der Platja de Muro und an der Cala Agulla stehen Kiefern am hinteren Strandrand. An Es Trenc, an der Cala Mesquida und in Son Serra de Marina gibt es keinen natürlichen Schatten — dort brauchst du einen Sonnenschirm.
Wann sind Mallorcas Strände am leersten?
Im Mai, Juni, September und Oktober. Das Wasser hat dann Badetemperatur, die Parkplätze reichen, und an Es Trenc oder der Platja de Formentor stehst du nicht schon vormittags an einer Schranke. In der Hochsaison entscheidet die Uhrzeit: Wer vor zehn da ist, hat einen guten Tag.
Welche Strände erreiche ich ohne Auto?
Die Platja de Muro und die Platja de Formentor haben Bushaltestellen direkt am Strand, nach Formentor fährt im Sommer zusätzlich eine Fähre ab Port de Pollença. Die Cala Agulla und die Cala Mesquida erreichst du mit der Ortslinie ab Cala Ratjada, die Cala Agulla auch in einer guten halben Stunde zu Fuß. Nach Son Serra de Marina hält der Bus nur an der Abzweigung, nicht im Ort.
Finde deinen Strand für diesen Urlaub
Vielleicht ist es die Weite von Es Trenc, vielleicht der Schatten unter den Kiefern von Formentor, vielleicht die halbe Stunde Fußweg zur Platja des Carbó. Der schönste Strand ist am Ende der, an dem du einen ganzen Tag bleiben möchtest.
Alle Empfehlungen auf dieser Seite beruhen auf eigenen Besuchen. Die Texte und Fotografien stammen von Friedhelm Fischer, der Mallorca seit 2013 zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit der Kamera erkundet.
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