Mallorcas beliebteste Urlaubsorte bei deutschen Gästen
Wo du mit Deutsch überall durchkommst.
In manchen Ferienorten Mallorcas sind die Speisekarten deutsch, das Hotelpersonal spricht Deutsch, und am Nebentisch wird über den Flug von Düsseldorf gesprochen. Für die einen ist das der Grund hinzufahren, für die anderen der Grund es zu lassen — beides ist legitim.
Diese acht Orte sind die bekanntesten dieser Art. Du erfährst hier, wie weit es vom Flughafen ist, ob du ohne Mietwagen auskommst und für wen der Ort wirklich taugt.
Wo kommst du mit Deutsch überall durch?
Es gibt keine amtliche Statistik, die für jeden Ort Mallorcas ausweist, woher seine Gäste kommen. Die offiziellen Zahlen der Balearen werden für die ganze Insel erhoben, nicht für einzelne Gemeinden. Was hier steht, beruht deshalb nicht auf einer Erhebung, sondern auf dem, was man vor Ort sieht und hört: deutsche Speisekarten, deutschsprachiges Personal, deutsche Ärzte und Apotheken, Gespräche am Nebentisch.
Für diese Auswahl bin ich der Küste von Peguera im Südwesten im Uhrzeigersinn bis nach Port d’Alcúdia im Norden gefolgt. Es sind acht sehr verschiedene Orte: ein geplanter weißer Ferienort aus den 1930er-Jahren, ein arbeitender Fischereihafen, ein Strand mit sechs Kilometern Promenade und ein früherer Fischerhafen, von dem die Boote nach Cabrera ablegen.
Bei jedem Ort findest du Entfernung zum Flughafen, Hinweise zur Anreise ohne Auto und dazu, für wen er sich besonders eignet. Denn ob du dich dort wohlfühlst, hängt weniger von der Sprache ab als davon, ob der Ort zu deinem Urlaub passt.
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1. Peguera
Drei Sandbuchten hintereinander, dazwischen Felsnasen mit Kiefern, und landseitig ein breiter Boulevard unter Platanen, der abends ab etwa neunzehn Uhr für Autos gesperrt wird. Peguera ist bequem — und es ist ehrlich bequem: Hier tut niemand so, als sei das ein Fischerdorf.
Für Familien ist der Ort einer der einfachsten der Insel: flaches Wasser, in der Saison bewachte Strände, alles zu Fuß erreichbar. Wer mehr will, ist in wenigen Minuten in Cala Fornells und in zwanzig in Andratx. Am schönsten ist es im April und im Oktober, wenn der Boulevard atmet und die Buchten leer sind.
- Flughafen
- 30 km, rund 28 Minuten über die Ma-1
- Ohne Auto
- Ja — Strände, Boulevard und Lokale liegen nebeneinander
- Gut geeignet für
- Familien, kurze Wege und Sonne auch im Winter
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2. Platja de Palma & S'Arenal
Sechs Kilometer Sandstrand östlich von Palma, von Ca’n Pastilla über die Platja de Palma bis S’Arenal. Am Palma-Ende gepflegt und umgebaut, am östlichen Ende das, was die meisten meinen, wenn sie „Ballermann" sagen.
Ich bin jahrzehntelang nicht nach Mallorca gefahren, weil ich nur dieses eine Bild von der Insel kannte. Das war ein Fehler und hat mich Jahre gekostet. Mein ehrliches Fazit: Für einen Tag und eine Nacht ist das perfekt, man weiß danach sofort, ob man es mag. Nur sollte niemand wegen dieses Strands die anderen 150 Orte der Insel verpassen — so wie es mir passiert ist.
- Flughafen
- 5 km, rund 12 Minuten; Flughafenbus A2
- Ohne Auto
- Ja — EMT-Linien 23 und 25 fahren die ganze Promenade ab
- Gut geeignet für
- Einen Tag zum Ansehen, breite Strände und kurze Anreise
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3. Colònia de Sant Jordi
Ein früherer Fischerhafen im Süden, heute ein gewachsener Badeort mit Promenade, Hotelbauten und mehreren kleinen Stränden direkt vor der Tür. Die Stärke liegt nicht im Ortsbild, sondern in der Lage.
Nach Osten reihen sich Buchten mit flachem, außergewöhnlich klarem Wasser, nach Westen kommst du zu Fuß bis nach Es Trenc — ohne Parkgebühr. Und im Hafen legen die Boote zum Nationalpark Cabrera ab, die es sonst nirgends gibt. In der Hauptsaison sind sie oft ausgebucht: vorher buchen und den frühen Termin nehmen.
- Flughafen
- 50 km, rund 45 Minuten über Campos
- Ohne Auto
- Eingeschränkt — Busse ab Campos, Santanyí und Palma
- Gut geeignet für
- Familien, Cabrera-Ausflüge und den Fußweg nach Es Trenc
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4. Cala d'Or
Ein Ferienort, der in den 1930er-Jahren am Reißbrett entstand — entworfen von einem Ibizenker im Stil seiner Heimat: weiß, kubisch, niedrig. Die Gemeinde hat über Jahrzehnte durchgehalten, dass nichts Höheres gebaut wird.
Das Ergebnis ist ein Ferienort ohne Hotelriegel, bei dem acht türkisfarbene Buchten zwischen den Häusern liegen statt hinter ihnen. Zu Fuß oder mit der Bummelbahn erreichst du sie alle. Die Flachwasserzonen sind ausgedehnt, viele Buchtzugänge flach angelegt — das ist einer der wenigen Ferienorte, der auch für weniger gut zu Fuß Gehende funktioniert.
- Flughafen
- 60 km, rund 55 Minuten
- Ohne Auto
- Ja — Buchten zu Fuß oder mit der Bummelbahn im Ort
- Gut geeignet für
- Familien mit kleinen Kindern und Gäste mit eingeschränkter Gehstrecke
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5. Cala Millor
Fast zwei Kilometer heller Sand, eine autofreie Promenade dahinter, Hotels in zweiter Reihe. Cala Millor ist ein Ferienort ohne Umschweife, gebaut in den sechziger und siebziger Jahren — kein gewachsener Kern, keine Fischer, keine lange Geschichte.
Dafür ist der Strand wirklich gut: flach, breit, mit Rettungsschwimmern. Die Promenade ist durchgehend eben und autofrei — eine der wenigen Strecken dieser Länge auf der Insel, die mit Kinderwagen und Rollstuhl funktioniert. Und der Ort hat auch im Winter geöffnet, wenn an der halben Ostküste die Rollläden unten sind.
- Flughafen
- 65 km, rund 55 Minuten
- Ohne Auto
- Ja — alles fußläufig, gute Busse nach Manacor, Artà und Palma
- Gut geeignet für
- Familien, Barrierefreiheit auf der Promenade und Winterurlaub
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6. Cala Ratjada
Cala Ratjada ist zwei Orte in einem, und beide sind echt. Der eine ist nach Palma der zweitwichtigste Fischereihafen der Insel, mit alten Holzbooten und denkmalgeschützten weißen Langustenhäusern am Ostrand. Der andere ist der Ferienort, den halb Deutschland kennt.
Wer nur den zweiten sieht, wundert sich über den Ruf. Wer um acht Uhr am Hafen steht, während die Boote einlaufen, versteht ihn. Drei Badebuchten liegen in Gehweite, dazu ein Leuchtturm aus dem 19. Jahrhundert und ein Küstenweg am Wasser entlang. Im Juli und August würde ich hier nicht wohnen wollen — im Mai und Oktober sehr gern.
- Flughafen
- 80 km, rund 80 Minuten; Taxi etwa 110 bis 140 Euro
- Ohne Auto
- Ja — Buchten, Hafen und Leuchtturm zu Fuß, Ortslinien zu den Stränden
- Gut geeignet für
- Küstenwege, einen echten Fischereihafen und die Nebensaison
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7. Can Picafort
Aus einem Fischerdorf von 1860 wurde eine reine Urlaubshochburg — und der Ort macht daraus kein Geheimnis. Er ist kompakt, alles liegt zu Fuß beieinander, und abends ist etwas los: Bars, Restaurants, Diskotheken.
Hier beginnt außerdem der Strand, der sich über fünf Kilometer bis Port d’Alcúdia zieht. Wer Ruhe will, geht einfach hundert Meter nach Norden. Ein Hinweis für die Nebensaison: Der Ort ist vollständig auf den Sommer ausgelegt — zwischen November und März sind selbst Supermärkte teilweise geschlossen.
- Flughafen
- 55 km, rund 50 Minuten; im Sommer Direktbus A32
- Ohne Auto
- Ja — kompakter Ort, dichter Bustakt in der Saison
- Gut geeignet für
- Familien, Abendbetrieb und lange Strandspaziergänge
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8. Port d'Alcúdia
Fünf Kilometer heller Sandstrand, flach ins Wasser abfallend, dahinter eine durchgehende Reihe aus Hotels, Bars und Läden. Der Einstieg ins Wasser bleibt über hundert Meter flach — für kleine Kinder gibt es kaum etwas Besseres auf der Insel.
Der Flughafenbus A33 fährt ganzjährig direkt hierher, ein Mietwagen lohnt eher tageweise als für die ganze Woche. Und zwei Kilometer weiter liegt die mittelalterliche Stadtmauer von Alcúdia, die kaum jemand mit diesem Ort zusammenbringt. Praktischer Hinweis: Die Strandbäder sind durchnummeriert — „beim Balneari 4" findet jeder, eine Straßenadresse niemand.
- Flughafen
- 58 km, rund 50 Minuten; Linie A33 fährt ganzjährig direkt
- Ohne Auto
- Ja — alles an der Promenade, Bus deckt die ganze Bucht ab
- Gut geeignet für
- Familien mit kleinen Kindern, Wassersport und Radfahrer
Häufige Fragen zu Urlaubsorten für deutsche Gäste
In welchen Orten auf Mallorca spricht man Deutsch?
In allen acht Orten dieser Auswahl kommst du mit Deutsch durch — in Hotels, Restaurants und den meisten Geschäften. Besonders ausgeprägt ist das in Peguera, Cala Ratjada und an der Platja de Palma. Amtliche Zahlen zur Herkunft der Gäste je Ort gibt es nicht; die Einschätzung beruht auf dem, was vor Ort zu sehen und zu hören ist.
Welcher Urlaubsort auf Mallorca eignet sich am besten für Familien?
Port d’Alcúdia, weil das Wasser über hundert Meter flach bleibt. Ebenfalls sehr gut geeignet sind Cala Millor mit seiner autofreien Promenade, Cala d’Or mit ausgedehnten Flachwasserzonen und Peguera mit kurzen Wegen und in der Saison bewachten Stränden.
Welcher Ferienort liegt am nächsten am Flughafen?
Die Platja de Palma mit rund fünf Kilometern und etwa zwölf Minuten Fahrzeit. Danach folgen Peguera mit 30 Kilometern und Colònia de Sant Jordi mit 50 Kilometern. Am weitesten entfernt liegt Cala Ratjada mit rund 80 Kilometern und etwa 80 Minuten Fahrzeit.
Braucht man in diesen Orten einen Mietwagen?
Für einen reinen Strandurlaub in keinem von ihnen. Peguera, Cala d’Or, Cala Millor, Cala Ratjada, Can Picafort und Port d’Alcúdia sind kompakt und gut mit Bussen erschlossen. Wer Ausflüge in die Tramuntana oder ins Landesinnere plant, mietet besser tageweise ein Auto als für die ganze Woche.
Welche dieser Orte haben auch im Winter geöffnet?
Cala Millor und Peguera sind die verlässlichsten — dort findest du auch zwischen November und März offene Lokale. Can Picafort ist vollständig auf die Saison ausgelegt und im Winter weitgehend geschlossen; an der Platja de Muro und in Port d’Alcúdia gilt das für große Teile der Promenade ebenfalls.
Und dann fährst du einmal weg vom Hotel
Diese acht Orte sind gute Ausgangspunkte — das ist ihre eigentliche Stärke. Von Peguera aus liegt der ganze Südwesten vor dir, von Port d’Alcúdia der Norden mit dem Cap de Formentor, von Cala Ratjada der Osten mit Artà und der Halbinsel Llevant. Nimm dir zwei Tage und sieh dich um. Die Insel fängt genau dort an, wo die Hotelzeile aufhört.
Alle Empfehlungen auf dieser Seite beruhen auf eigenen Besuchen. Die Texte und Fotografien stammen von Friedhelm Fischer, der Mallorca seit 2013 zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit der Kamera erkundet.
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