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Mallorca Atlas Die Insel erleben Merkliste
Die Häuser von Capdepera am Hang, darüber auf dem Hügel die ausgedehnte Festungsanlage mit Zinnenmauer und Wehrturm unter bewölktem Himmel.

Atlas / Llevant

Capdepera

Landdorf

Ein Ort, den es nur gibt, weil ein König 1300 Bauern dafür bezahlt hat, hierherzuziehen. Über den Gassen steht eine der größten Festungsanlagen Mallorcas — begehbar, und im Mai Schauplatz des Mercat Medieval.

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Hier liegt
Capdepera
Lage von Capdepera auf Mallorca
Lage von Capdepera

Capdepera in 30 Sekunden

Das Wichtigste auf einen Blick

Lohnt für
Einen Tagesausflug
Passt zu
Wer in Cala Ratjada wohnt und einen Nachmittag ohne Trubel will
Beste Monate
Januar–Juni, September–Dezember
Zeitbedarf
Zwei bis drei Stunden für Ort und Festung
Ohne Mietwagen
Mietwagen empfohlen
Parken
Am Ortsrand und an den Zufahrtsstraßen kostenlos. Ein kleiner Parkplatz liegt direkt unterhalb der Festung, ist aber schnell voll.
Eher nichts für
Wer baden will — bis ans Wasser sind es zwei bis vier Kilometer
Zugänglichkeit
Kinderwagen: In den unteren Gassen machbar, in der Festung nicht · Rollstuhl: Ort eingeschränkt, Festung nicht
  • Landdorf

Mallorca fühlen. Besser entscheiden.

Blick über die dicht gestaffelten Ziegeldächer und weiß getünchten Häuser von Capdepera, dazwischen Palmen und Zypressen.

Von der Mauer aus sieht man in die Hinterhöfe — der Ort hat mehr Grün, als man von unten denkt.

Blick von der Festungsmauer über Capdepera hinweg auf die Kirche, die Häuser und die bewaldeten Hügel des Hinterlands.

Hinter dem Ort beginnt sofort Landschaft. Das ist der Unterschied zu allem, was unten an der Küste steht.

Enge Pflastergasse in Capdepera an einer alten Natursteinmauer, überwachsen von blühender Bougainvillea, im Schatten ein kleiner Laden.

Die Gassen sind der zweite Grund herzukommen — Naturstein, Blumen und niemand, der einem etwas verkaufen will.

Capdepera kennenlernen

Passt Capdepera zu deinen Plänen?

Was dich hier erwartet — und was du für deinen Besuch wissen solltest.

Für wen es gut passt

  • Wer in Cala Ratjada wohnt und einen Nachmittag ohne Trubel will
  • Wer Burgen mag — die Anlage ist groß, begehbar und selten überlaufen
  • Wer in der dritten Maiwoche da ist; dann ist Mercat Medieval
  • Wer gern durch Gassen läuft, ohne dass jemand etwas verkaufen will

Für wen es weniger passt

  • Wer baden will — bis ans Wasser sind es zwei bis vier Kilometer
  • Wer schlecht zu Fuß ist; zur Festung geht es steil hinauf
  • Wer abends etwas erleben will
  • Wer im Juli mittags kommt und Schatten erwartet

Fahrzeit ab Flughafen

75 Min.

78 km

Busverbindung

Linie 411

Region

Llevant

Nächster Strand

Cala Ratjada

2 km

Höhe

70 m

über NN

Ein Blick in Capdepera

Saisonkompass — wann Capdepera lohnt

Oktober lohnt

Warm, leer, gutes Licht auf dem Sandstein.

ruhig alles offen

lohnt bedingt eher nicht geschlossen

Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, September, Oktober, November und Dezember.

Wo das liegt

Lage von Capdepera

Lage von Capdepera auf Mallorca Palma Alcúdia Sóller Manacor
Lage von Capdepera
Region
Llevant
Einwohner
12.200
Höhe
70 m über NN
Flughafen
78 km , rund 75 Minuten
Mietwagen
empfohlen
Lohnt für
einen Tagesausflug
Koordinaten
39.7028,3.4353

In Google Maps öffnen In Apple Karten öffnen

Ein Ort auf Anordnung

Capdepera wurde 1300 von König Jaume II. gegründet — und das ist wörtlich zu nehmen. Die Gegend war so dünn besiedelt, dass der König die ansässigen Bauern mit finanzieller Unterstützung dazu bewegen musste, ihre Höfe aufzugeben und in die neue Siedlung zu ziehen.

Ganz neu war der Platz allerdings nicht. Schon im 10. bis 12. Jahrhundert stand auf dem Hügel ein maurischer Wachturm, von dem aus man den Kanal zwischen Mallorca und Menorca und den Schiffsverkehr dort beobachtete.

1323 ließ Jaumes Nachfolger eine frühgotische Kapelle bauen. Die Befestigung der Siedlung war erst über sechzig Jahre später abgeschlossen, und die Mauern wurden über Jahrhunderte weiter verstärkt — der Grund waren immer wieder Piratenüberfälle.

Warum der Ort heute unterhalb liegt

Im 17. Jahrhundert ließen die Raubzüge nach, und man begann, auch außerhalb der Mauern zu bauen. So entstand nach und nach der heutige Ort am Hang, während die alte Siedlung oben zur reinen Festung ausgebaut wurde. Bis 1854 lag dort eine Garnison mit einer Dragonereinheit.

Was man heute besucht, sind also zwei Dinge: der Ort unten und die leergezogene Stadt oben. Die eigene Seite zur Anlage steht hier.

Blick von der Festungsmauer über Capdepera hinweg auf die Kirche, die Häuser und die bewaldeten Hügel des Hinterlands.
Hinter dem Ort beginnt sofort Landschaft. Das ist der Unterschied zu allem, was unten an der Küste steht.

Der Ortskern

Nach dem Abstieg lohnt es sich zu bleiben. Die Gassen sind eng, gepflastert und von Natursteinhäusern gesäumt, an denen im Frühjahr und Sommer Bougainvillea blüht. Es gibt Lokale und Läden, aber keinen Souvenirbetrieb — dafür ist Cala Ratjada zuständig, zwei Kilometer weiter unten.

Blick über die dicht gestaffelten Ziegeldächer und weiß getünchten Häuser von Capdepera, dazwischen Palmen und Zypressen.
Von der Mauer aus sieht man in die Hinterhöfe — der Ort hat mehr Grün, als man von unten denkt.

Mercat Medieval

In der dritten Maiwoche wird der ganze Ort zum Mittelaltermarkt: Handwerker, Musik, Straßenumzüge, Stände in den Gassen und in der Festung. Das ist eines der größten Feste dieser Art auf der Insel und die eine Gelegenheit im Jahr, bei der man Capdepera nicht ruhig erlebt — wer hin will, sollte früh anreisen.

Enge Pflastergasse in Capdepera an einer alten Natursteinmauer, überwachsen von blühender Bougainvillea, im Schatten ein kleiner Laden.
Die Gassen sind der zweite Grund herzukommen — Naturstein, Blumen und niemand, der einem etwas verkaufen will.

Von hier aus

Cala Ratjada liegt acht Minuten entfernt, die Badebuchten Cala Agulla und Cala Mesquida je rund zehn. Auf dem Hügel nordöstlich steht der Torre de Son Jaumell, ein alter Wachturm mit dem weitesten Blick über die Ostspitze. Artà und die Coves d’Artà sind zwanzig Minuten westlich.

Ansichten

Capdepera auf Mallorca

Blick über die dicht gestaffelten Ziegeldächer und weiß getünchten Häuser von Capdepera, dazwischen Palmen und Zypressen.
CapdeperaVon der Mauer aus sieht man in die Hinterhöfe — der Ort hat mehr Grün, als man von unten denkt.
Blick von der Festungsmauer über Capdepera hinweg auf die Kirche, die Häuser und die bewaldeten Hügel des Hinterlands.
CapdeperaHinter dem Ort beginnt sofort Landschaft. Das ist der Unterschied zu allem, was unten an der Küste steht.
Enge Pflastergasse in Capdepera an einer alten Natursteinmauer, überwachsen von blühender Bougainvillea, im Schatten ein kleiner Laden.
CapdeperaDie Gassen sind der zweite Grund herzukommen — Naturstein, Blumen und niemand, der einem etwas verkaufen will.

Wie viel Zeit hast du?

Was man in Capdepera tut

Drei Stunden

Unten parken, durch die Gassen hinauf zur Festung, dort auf die Mauer und einmal herum, zurück auf einen Kaffee an den Platz.

Ein halber Tag

Zusätzlich der Torre de Son Jaumell auf dem Hügel nordöstlich — von dort sieht man die ganze Ostspitze der Insel.

Ein ganzer Tag

Vormittags Ort und Festung, nachmittags hinunter an die Cala Agulla oder die Cala Mesquida, beide keine zehn Minuten mit dem Auto.

Bei Regen

Die Festung ist bei Regen kein Vergnügen. Dann besser die Coves d'Artà, eine Viertelstunde westlich.

Feste im Jahreslauf

  • Dritte Maiwoche — Mercat Medieval Mittelaltermarkt mit Handwerk, Musik und Umzügen im ganzen Ort und in der Festung.
  • Mitte August — Sant Roc Patronatsfest mit Konzerten und Feuerwerk.

Praktisch

Parken
Am Ortsrand und an den Zufahrtsstraßen kostenlos. Ein kleiner Parkplatz liegt direkt unterhalb der Festung, ist aber schnell voll.
Öffentlich
Linien 411 und 412, dazu Ortsbusse nach Cala Ratjada
Zeitbedarf
Zwei bis drei Stunden für Ort und Festung
Hinweis
Für die Festung wird Eintritt erhoben. Die Mauern sind begehbar — festes Schuhwerk ist sinnvoller als Sandalen.
Bus
Linie 411 von Manacor und Artà, Linie 412 Richtung Alcúdia, dazu Ortsverbindungen nach Cala Ratjada und Cala Agulla.
Versorgung
Supermarkt: Mehrere im Ort, ganzjährig · Apotheke: Mehrere · Arzt: Gesundheitszentrum im Ort, Krankenhaus in Manacor · Geldautomat: Mehrere am Hauptplatz · Tankstelle: An der Ausfallstraße Richtung Artà
Zugänglichkeit
Kopfsteinpflaster, steil ansteigend; in der Festung Stufen und unebener Fels · Kinderwagen: In den unteren Gassen machbar, in der Festung nicht · Rollstuhl: Ort eingeschränkt, Festung nicht · Hunde: In den Gassen kein Problem, in der Anlage angeleint
Gibt es nicht
Strand · Nachtleben · Ebene Wege · Schatten auf dem Weg zur Festung
Koordinaten
39.7028,3.4353 Google Maps Apple Karten

Was in Reichweite liegt

Sehenswürdigkeiten

Im Ort

In der Umgebung

Entfernungen ohne Zeitangabe sind Luftlinie. Auf Mallorca kann die Fahrzeit deutlich darüber liegen — wo mir das bekannt ist, steht sie dabei.

Wo man von hier aus badet

Strände und Bademöglichkeiten im Umfeld

Von hier aus

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zu Capdepera

Was kann man in Capdepera sehen?

Vor allem das Castell de Capdepera, eine der größten Festungsanlagen Mallorcas, mit begehbaren Mauern, dem Aussichtsturm Miquel Nunis und der Kapelle Nostra Senyora de l'Esperança. Dazu den Ortskern mit engen Pflastergassen und blumengeschmückten Natursteinhäusern. Auf dem Hügel nordöstlich steht der alte Wachturm Torre de Son Jaumell.

Wann ist der Mercat Medieval in Capdepera?

In der dritten Maiwoche. Der Mittelaltermarkt bespielt den Ortskern und die Festung mit Handwerkern, Musik und Straßenumzügen und gilt als einer der größten seiner Art auf der Insel. Wer ihn sehen will, sollte früh anreisen — Parkplätze sind an diesen Tagen knapp.

Wie alt ist Capdepera?

Der Ort wurde 1300 von König Jaume II. gegründet. Auf dem Hügel stand allerdings schon im 10. bis 12. Jahrhundert ein maurischer Wachturm, von dem aus der Kanal zwischen Mallorca und Menorca beobachtet wurde. Die Kapelle innerhalb der Anlage entstand 1323.

Ist Capdepera dasselbe wie Cala Ratjada?

Nein. Capdepera ist der historische Ort im Landesinneren, Cala Ratjada der Ferien- und Hafenort zwei Kilometer weiter an der Küste. Beide gehören zur selben Gemeinde. Wer Trubel sucht, fährt hinunter; wer ihn meiden will, hinauf.

Lohnt sich Capdepera mit Kindern?

Die Festung ja — Mauern, Türme, Zinnen und viel Platz zum Herumlaufen. Der Aufstieg durch die Gassen ist steil, Kinderwagen sind in der Anlage nicht zu gebrauchen. Im Hochsommer sollte man den Weg nicht mittags gehen.

Praktisches auf einen Blick

Wann ist die beste Reisezeit für Capdepera?

Für einen Besuch empfehlen sich diese Monate: September bis Juni. Für Januar gilt: Klare Sicht von der Mauer, kein Mensch in den Gassen.

Lohnt sich Capdepera im Juli und August?

Im Juli und August lohnt sich ein Besuch mit Einschränkungen. In beiden Monaten ist es meist voll. Tagesgäste aus Cala Ratjada. Der Aufstieg ist mittags heiß und schattenlos.

Wie weit ist Capdepera vom Flughafen Palma entfernt?

Vom Flughafen Palma sind es rund 78 Kilometer und etwa 75 Minuten Fahrzeit. Zur Festung führt eine schmale Straße bis zu einem kleinen Parkplatz; wer unten parkt, geht durch die Gassen hinauf.

Braucht man für Capdepera einen Mietwagen?

Empfohlen. Es geht auch ohne, mit Auto ist Capdepera aber deutlich einfacher zu erreichen. Öffentlicher Verkehr: Linie 411 von Manacor und Artà, Linie 412 Richtung Alcúdia, dazu Ortsverbindungen nach Cala Ratjada und Cala Agulla.

Wo kann man bei Capdepera parken?

Am Ortsrand und an den Zufahrtsstraßen kostenlos. Ein kleiner Parkplatz liegt direkt unterhalb der Festung, ist aber schnell voll.

Kann man bei Capdepera baden?

Nicht vor Ort — ein Strand gehört ausdrücklich nicht dazu. Was in Badeweite liegt, steht im Abschnitt „Baden in der Nähe" auf dieser Seite.

Ist Capdepera mit Kinderwagen oder Rollstuhl machbar?

Wege und Untergrund: Kopfsteinpflaster, steil ansteigend; in der Festung Stufen und unebener Fels. Mit Kinderwagen: In den unteren Gassen machbar, in der Festung nicht. Mit Rollstuhl: Ort eingeschränkt, Festung nicht.

Sind Hunde bei Capdepera erlaubt?

In den Gassen kein Problem, in der Anlage angeleint.

Text und Fotos: . Seit 2013 auf Mallorca unterwegs — mit dem Rad, zu Fuß und mit der Kamera.