Atlas / Llevant
Santuari de Sant Salvador (Artà)
Keine Kirche mit Aussicht, sondern eine Festung mit Kirche darin: Auf dem Burgberg über Artà steht eine Wehrmauer mit neun Türmen um einen Innenhof mit Palmen, Ziehbrunnen und Wallfahrtskirche. Hinauf führen 180 Stufen.
Santuari de Sant Salvador (Artà)
Santuari de Sant Salvador (Artà) in 30 Sekunden
Das Wichtigste auf einen Blick
- Lohnt für
- Einen kurzen Besuch
- Passt zu
- Wallfahrtskirche, Wehrmauern und Aussicht
- Beste Monate
- Januar–Mai, September–Dezember
- Zeitbedarf
- 45 Minuten für Aufstieg, Rundgang auf der Mauer und Abstieg. Mit Kirchenbesuch eine Stunde.
- Ohne Mietwagen
- Mietwagen empfohlen
- Parken
- Wenige Stellplätze oben an der Fahrstraße. Wer die Treppe geht, stellt das Auto am Ortsrand von Artà ab.
- Highlight
- Befestigter Kirchhof über Artà
- Eher nichts für
- Einen treppenfreien Aufstieg aus dem Ort
- Zugänglichkeit
- Kinderwagen: Über die Treppe nicht, über die Fahrstraße eingeschränkt · Rollstuhl: Nur über die Fahrstraße, oben ebenerdig bis zum Hof
Mallorca fühlen. Besser entscheiden.
Fahrzeit ab Flughafen
70 Min.
72 km
Busverbindung
Linien 411 und 412
Region
Llevant
Nächster Strand
Colònia de Sant Pere
8 km
Höhe
182 m
über NN
Saisonkompass — wann Santuari de Sant Salvador (Artà) lohnt
Oktober lohnt
Der Aufstieg über die Treppe ist ohne sommerliche Hitze angenehmer.
ruhig alles offen
Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, September, Oktober, November und Dezember. Eher meiden in August.
Wo das liegt
Lage von Santuari de Sant Salvador (Artà)
- Region
- Llevant
- Gemeinde
- Artà
- Höhe
- 182 m über NN
- Flughafen
- 72 km , rund 70 Minuten
- Mietwagen
- empfohlen
- Lohnt für
- einen kurzen Halt
- Koordinaten
- 39.6960,3.3494
Santuari de Sant Salvador: zuerst Festung, dann Kirche
Der Burgberg über Artà, auf dem heute der Santuari de Sant Salvador steht, war lange vor der Wallfahrtskirche befestigt. In maurischer Zeit stand hier eine Anlage, die Almudaina hieß — dasselbe Wort, das in Palma den Königspalast bezeichnet und schlicht Burg bedeutet. Nach der Eroberung Mallorcas 1229 wurde die Moschee auf dem Berg zur christlichen Kirche umgewidmet.
Was heute den Berg umgibt, ist eine Wehrmauer mit neun Türmen, an manchen Stellen einen Meter stark; der größte trägt den Namen Sant Miquel. Der ummauerte Bezirk bildet eine Ellipse von rund 93 mal 24 Metern. Die Kirche im Inneren ist der jüngste Teil der Anlage: Sie wurde ab 1825 gebaut und 1832 geweiht.
Warum die Zinnen jünger sind, als sie aussehen
Ein berechtigter Verdacht, wenn man vor der Mauer steht: So gleichmäßig zinnenbewehrt sah das nicht immer aus.
Der Bezirk ist über die Jahrhunderte mehrfach umgebaut worden. Im 16. Jahrhundert richtete man ihn als Zufluchtsort her — bei Korsarenangriffen brachten sich die Bewohner von Artà hinter diesen Mauern in Sicherheit. Was danach kam, war vor allem Verfall.
Die Gestalt, die man heute sieht, stammt daher zu großen Teilen aus dem 20. Jahrhundert: Die Kirche wurde um 1900 hergerichtet und 1922 mit neuen Böden abgeschlossen, und 1967 wurde auf Betreiben der Sociedad de Amigos de los Castillos der gesamte Mauerring restauriert. Die durchgehende Zinnenreihe ist also im Wesentlichen das Ergebnis dieser Arbeiten und keine mittelalterliche Substanz.
Das macht den Ort nicht weniger sehenswert — man sollte es nur wissen, wenn man oben steht.

Die 180 Stufen
Der reguläre Weg hinauf beginnt an der Pfarrkirche Transfiguració del Senyor im Ort. Von dort führt die Calvari-Treppe mit 180 Stufen zwischen Zypressen und den Arkaden des Kreuzwegs hinauf auf den 182 Meter hohen Hügel. Gemächlich gegangen sind das zehn bis zwanzig Minuten.
Schatten gibt es unterwegs kaum. Im Juli und August sollte man diesen Aufstieg früh am Morgen oder am späten Nachmittag machen — oder auf Oktober warten.
Für alle, die die Treppe nicht schaffen, führt eine schmale asphaltierte Straße hinauf, an deren Ende einige Stellplätze liegen.

Was einen oben erwartet
Mehr, als das Wort Wallfahrtskirche verspricht. Hinter dem Tor liegt ein Innenhof mit Palmen, steinernen Bänken und einem alten Ziehbrunnen — ein Ort, an dem man sitzen kann, ohne dass etwas passiert. Man kann auf dem Wehrgang einmal um die gesamte Anlage herumgehen; dabei dreht sich der Blick um 360 Grad: erst über die Dächer von Artà, dann über die Ebene, dann in die Berge des Massís d’Artà.
Die Kirche ist tagsüber geöffnet und innen deutlich prunkvoller als ihr Äußeres — Tonnengewölbe, Deckenfresken, ein hell gefasster Altarraum.
Der Eintritt ist frei.

Ansichten
Santuari de Sant Salvador (Artà) auf Mallorca
Praktisch
- Parken
- Wenige Stellplätze oben an der Fahrstraße. Wer die Treppe geht, stellt das Auto am Ortsrand von Artà ab.
- Zeitbedarf
- 45 Minuten für Aufstieg, Rundgang auf der Mauer und Abstieg. Mit Kirchenbesuch eine Stunde.
- Hinweis
- Der Eintritt ist frei. Wer die Kirche von innen sehen will, kommt außerhalb der Mittagszeit.
- Bus
- Linien 411 und 412 bis Artà, von der Haltestelle zu Fuß durch den Ort
- Zugänglichkeit
- 180 Treppenstufen oder schmale Fahrstraße; oben Kies und Natursteinplatten · Kinderwagen: Über die Treppe nicht, über die Fahrstraße eingeschränkt · Rollstuhl: Nur über die Fahrstraße, oben ebenerdig bis zum Hof · Hunde: Angeleint
- Gibt es nicht
- Gastronomie oben · Schatten auf der Treppe · Eintrittskasse · Barrierefreier Aufgang
- Koordinaten
- 39.6960,3.3494 Google Maps Apple Karten
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Von diesen Orten aus erreichbar
Von hier aus
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Santuari de Sant Salvador (Artà)
Wie kommt man zum Santuari de Sant Salvador in Artà?
Zu Fuß über die Calvari-Treppe, die an der Pfarrkirche Transfiguració del Senyor beginnt und mit 180 Stufen zwischen Zypressen hinaufführt — zehn bis zwanzig Minuten. Alternativ über eine schmale asphaltierte Straße, an deren Ende einige wenige Stellplätze liegen.
Kostet der Santuari de Sant Salvador Eintritt?
Nein. Die Anlage ist frei zugänglich, auch der Rundgang auf der Wehrmauer. Die Kirche im Inneren ist tagsüber geöffnet, in der Mittagszeit aber oft geschlossen.
Was sieht man vom Sant Salvador aus?
Die Stadt Artà direkt unter der Mauer, dahinter die Ebene mit den Feldern des Nordostens und die Hügelketten des Massís d'Artà. Bei klarer Luft reicht der Blick bis zur Bucht von Alcúdia und zur Serra de Tramuntana am Horizont.
Wie alt ist die Anlage?
Der Berg war schon in maurischer Zeit befestigt; die Anlage hieß damals Almudaina. Nach der Eroberung 1229 wurde die Moschee zur christlichen Kirche umgewidmet. Die heutige Kirche entstand ab 1825 und wurde 1832 geweiht, die Wehrmauer mit ihren neun Türmen — darunter der Turm Sant Miquel — ist älter.
Lohnt sich der Aufstieg mit Kindern?
Ja, aber nicht in der Mittagshitze. Die 180 Stufen sind auch für Kinder gut zu schaffen, und oben ist die Anlage ein dankbares Ziel: Mauer, Türme, Innenhof, Brunnen. Kinderwagen bleiben unten — dann besser die Fahrstraße nehmen.
Praktisches auf einen Blick
Wann ist die beste Reisezeit für Santuari de Sant Salvador (Artà)?
Für einen Besuch empfehlen sich diese Monate: September bis Mai. Für Januar gilt: Klare Luft, weite Sicht — der beste Blick des Jahres, wenn es nicht regnet.
Lohnt sich Santuari de Sant Salvador (Artà) im Juli und August?
Im Juli lohnt sich ein Besuch mit Einschränkungen, im August bietet sich eher ein anderer Reisemonat an. In beiden Monaten ist es meist belebt. Zu heiß für den Aufstieg, und der Hof ist mittags eine Steinpfanne.
Wie weit ist Santuari de Sant Salvador (Artà) vom Flughafen Palma entfernt?
Vom Flughafen Palma sind es rund 72 Kilometer und etwa 70 Minuten Fahrzeit. Zu Fuß über die Calvari-Treppe an der Pfarrkirche, 180 Stufen. Alternativ eine schmale asphaltierte Straße hinauf, oben wenige Stellplätze.
Braucht man für Santuari de Sant Salvador (Artà) einen Mietwagen?
Empfohlen. Es geht auch ohne, mit Auto ist Santuari de Sant Salvador (Artà) aber deutlich einfacher zu erreichen. Öffentlicher Verkehr: Linien 411 und 412 bis Artà, von der Haltestelle zu Fuß durch den Ort.
Wo kann man bei Santuari de Sant Salvador (Artà) parken?
Wenige Stellplätze oben an der Fahrstraße. Wer die Treppe geht, stellt das Auto am Ortsrand von Artà ab.
Ist Santuari de Sant Salvador (Artà) mit Kinderwagen oder Rollstuhl machbar?
Wege und Untergrund: 180 Treppenstufen oder schmale Fahrstraße; oben Kies und Natursteinplatten. Mit Kinderwagen: Über die Treppe nicht, über die Fahrstraße eingeschränkt. Mit Rollstuhl: Nur über die Fahrstraße, oben ebenerdig bis zum Hof.
Sind Hunde bei Santuari de Sant Salvador (Artà) erlaubt?
Angeleint.
Text und Fotos: Friedhelm Fischer. Seit 2013 auf Mallorca unterwegs — mit dem Rad, zu Fuß und mit der Kamera.