
Hinter einer Mauer aus riesigen Steinblöcken liegt am Rand von Artà eine talayotische Siedlung mit rund 3.000 Jahren Geschichte. Zwischen alten Bäumen führen die Wege durch freigelegte Räume zum zentralen Talaiot. Ein ruhiger Abstecher für alle, die sich Mallorcas Vergangenheit aus der Nähe ansehen möchten.
Ses Païsses
Ses Païsses in 30 Sekunden
Das Wichtigste auf einen Blick
Alte Bäume, mächtige Steine.
- Lohnt sich?
- Ja – für Geschichte und einen ruhigen Rundgang bei Artà
- Passt zu
- Geschichtsinteressierten und allen, die alte Steinbauten entdecken möchten
- Beste Monate
- Januar–Juni, September–Dezember
- Zeitbedarf
- Ein kurzer Ausflug mit Zeit für die Schautafeln und eine Pause
- Ohne Mietwagen
- Ab Artà zu Fuß erreichbar; die Zufahrt ist schmal und wird befahren
- Parken
- Kleine Parkfläche direkt vor dem Eingang
- Highlight
- Das monumentale Steintor und der Talaiot im Zentrum
- Eher nichts für
- Einen durchgehend ebenen Rundgang oder einen Besuch am Sonntag
- Zugänglichkeit
- Naturboden, Steine und Wurzeln zwischen den Ruinen
Mallorca fühlen. Besser entscheiden.
Ses Païsses kennenlernen
Passt Ses Païsses zu deinen Plänen?
Was dich hier erwartet — und was du für deinen Besuch wissen solltest.
Hier fühlst du dich wohl, wenn …
- du historische Bauwerke aus nächster Nähe ansehen möchtest
- du deinen Besuch in Artà um einen ruhigen Rundgang ergänzen möchtest
- du dir Zeit für Schautafeln, Grundmauern und die großen Steinblöcke nehmen möchtest
Weniger passend, wenn …
- du auf einen vollständig ebenen Weg durch alle Ruinen angewiesen bist
- du nur sonntags oder an einem Feiertag Zeit hast
Region
Llevant
Nächster Strand
Canyamel
8 km
Saisonkompass — wann Ses Païsses lohnt
November lohnt
Besuch während der Öffnungszeiten; sonntags und an Feiertagen geschlossen.
Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, September, Oktober, November und Dezember.
Wo das liegt
Lage von Ses Païsses
- Region
- Llevant
- Gemeinde
- Artà
- Mietwagen
- empfohlen
- Lohnt für
- einen kurzen Halt
- Koordinaten
- 39.6874,3.3538
Durch das große Steintor
Ses Païsses liegt am südöstlichen Rand von Artà, am Camí de sa Corballa. Schon der Eingang lohnt einen genaueren Blick: Zwei mächtige aufrechte Blöcke tragen einen langen Deckstein. Dazwischen führt der Weg durch die dicke Mauer ins Gelände.
Hinter dem Tor stehen alte Bäume zwischen den ausgegrabenen Gebäuden. Niedrige Mauern zeichnen Räume nach, andere Wände sind deutlich höher erhalten. Die Wege führen von einer Station zur nächsten; Schautafeln helfen dabei, die Reste einzuordnen.
Eine Siedlung mit rund 3.000 Jahren Geschichte
Die Tourismusinformation von Artà setzt die Anfänge der Siedlung um 850 vor Christus an. Als Ausgangspunkt nennt sie den zentralen Talaiot, einen Turmbau aus großen Steinblöcken. Weitere Bauten kamen später dazu, darunter Wohnhäuser.
Die mächtige Umfassungsmauer ist jünger. Sie wird dort ungefähr auf 650 bis 540 vor Christus datiert. Wer vor dem Tor steht, betrachtet also einen etwa 2.600 Jahre alten Teil der Anlage. Talaiot, Häuser und Mauer erzählen von verschiedenen Bauphasen.
Die großen Blöcke liegen ohne Mörtel aufeinander. Wie sie bewegt und in Position gebracht wurden, ist eine der Fragen, die sich beim Rundgang fast von selbst stellen. Gerade am Tor lässt sich die Bauweise aus nächster Nähe betrachten.

Zwischen Talaiot und ehemaligen Häusern
Der Talaiot bildet das Zentrum der Siedlung. Um ihn herum lassen sich die Grundrisse weiterer Gebäude verfolgen. Die ausgegrabenen Bereiche sind nur ein Teil des früheren Orts; viele Reste liegen noch im Boden.
Die ersten archäologischen Grabungen begannen 1959 unter Giovanni Lilliu. Spätere Untersuchungen legten weitere Bereiche frei. Für den Rundgang lohnt es sich, auf die unterschiedlichen Raumformen, die Durchgänge und die Verbindungen zwischen den Mauern zu achten.
Eine Innenbesichtigung des Talaiots sollte man nicht fest einplanen: Bei meinem Besuch habe ich den Zugang nicht gefunden. Am Kassenhäuschen lässt sich klären, welche Bereiche gerade zugänglich sind.

Anfahrt und die Pause davor oder danach
Von Westen kommend führt die Anfahrt über die Ma-15 am unteren Rand von Artà entlang. Nach dem Agromart-Supermarkt am folgenden Kreisverkehr die erste Ausfahrt nehmen. Die Straße wird enger und führt nach einer Rechtskurve weiter zum Eingang. Im schmalen Abschnitt auf Gegenverkehr achten.
Vor dem Eisengitter gibt es eine kleine Parkfläche im Schatten. Bei meinem Besuch schätzte ich den Platz auf ungefähr fünf bis acht Autos. Tische und Bänke stehen für eine Rast bereit; am Kassenhäuschen wurden auch Getränke angeboten.
Auf dem Gelände wechseln sich Erde, Steine und Wurzeln ab. Mit festen Schuhen geht es sich zwischen den freigelegten Räumen angenehmer. Die Bäume spenden stellenweise Schatten, einzelne Abschnitte liegen in der Sonne.

Eintritt und Öffnungszeiten
Der reguläre Eintritt kostet 4 Euro pro Person. Die Gemeinde veröffentlicht folgende Öffnungszeiten:
- Winter: Montag bis Samstag, 10–14 Uhr.
- Sommer: Montag bis Freitag, 10–17 Uhr; Samstag, 10–14 Uhr.
- Sonntags und an Feiertagen geschlossen.
Die Gemeindeseite mit den aktuellen Besuchsangaben ist vor der Anfahrt die richtige Anlaufstelle. Dort stehen auch die Gruppentarife.
Ses Païsses befindet sich im Eigentum des spanischen Staates; die Verwaltung übernimmt die Gemeinde Artà. Der kostenpflichtige Eintritt ist kein Hinweis auf einen privaten Betreiber.

Mit einem Besuch in Artà verbinden
Ses Païsses lässt sich mit einem Spaziergang durch Artà verbinden. Wer anschließend noch hinauf zum Santuari de Sant Salvador geht, sieht zwei sehr unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte: die vorgeschichtliche Siedlung außerhalb und die befestigte Wallfahrtskirche über der Stadt.
Zur Geschichte: Tourismusinformation Artà und die archäologische Untersuchung zur Datierung der Umfassungsmauer.

Ansichten
Ses Païsses auf Mallorca
Praktisch
- Parken
- Kleine Parkfläche vor dem Eingang; bei meinem Besuch Platz für etwa fünf bis acht Autos
- Zeitbedarf
- Ein kurzer Ausflug mit Zeit für die Schautafeln und eine Pause
- Hinweis
- Regulärer Eintritt 4 Euro pro Person. Sonntags und an Feiertagen geschlossen. Tische und Bänke stehen beim Eingangsbereich; bei meinem Besuch wurden am Kassenhäuschen auch Getränke verkauft. Feste Schuhe sind für die unebenen Wege zwischen Steinen und Wurzeln sinnvoll.
- Zugänglichkeit
- Naturboden, Steine, Wurzeln und Schwellen zwischen den Gebäuderesten · Kinderwagen: Die unebenen Bereiche und engen Durchgänge erschweren den Rundgang · Rollstuhl: Kein durchgehend ebener Zugang durch sämtliche Ruinen
- Preisniveau
- Eintritt 4 Euro pro Person zum regulären Tarif (Stand 2026)
- Koordinaten
- 39.6874,3.3538 Google Maps Apple Karten
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Von hier aus
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Ses Païsses
Was ist Ses Païsses?
Eine talayotische Siedlung am südöstlichen Rand von Artà. Erhalten sind die große Umfassungsmauer mit ihrem Steintor, ein zentraler Talaiot und zahlreiche Gebäudereste. Schautafeln erläutern die Stationen; ein großer Teil der Anlage ist noch nicht ausgegraben.
Wie alt sind die Siedlung und ihre Mauer?
Die Geschichte des Orts reicht rund 3.000 Jahre zurück. Die Tourismusinformation von Artà setzt die Gründung um 850 vor Christus an. Die Umfassungsmauer entstand später, wahrscheinlich zwischen 650 und 540 vor Christus. Sie ist damit ungefähr 2.600 Jahre alt.
Was kostet der Eintritt in Ses Païsses?
Der reguläre Eintritt beträgt laut Gemeinde Artà 4 Euro pro Person. Für Gruppen gibt es eigene Tarife. Die Anlage ist während der veröffentlichten Öffnungszeiten zugänglich, sonntags und an Feiertagen bleibt sie geschlossen.
Wann hat Ses Païsses geöffnet?
Die Gemeinde nennt für den Winter Montag bis Samstag von 10 bis 14 Uhr. Im Sommer ist Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr und Samstag von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Sonntags und an Feiertagen geschlossen. Die aktuellen Zeiten vor der Anfahrt auf der Gemeindeseite nachsehen.
Wird Ses Païsses privat betrieben?
Die Fundstätte gehört dem spanischen Staat. Mit der Verwaltung ist die Gemeinde Artà beauftragt. Der Eintrittspreis bedeutet also nicht, dass es sich um ein privates Ausflugsziel handelt.
Kann man in den zentralen Talaiot hineingehen?
Bei meinem Besuch habe ich den Zugang ins Innere nicht gefunden. Eine Innenbesichtigung kann ich deshalb nicht bestätigen. Frag bei Interesse am Kassenhäuschen nach den aktuell zugänglichen Bereichen.
Gibt es Parkplätze und eine Möglichkeit für eine Pause?
Direkt vor dem Eingang liegt eine kleine Parkfläche. Bei meinem Besuch bot sie nach meinem Eindruck Platz für etwa fünf bis acht Autos. Dort gab es Tische und Bänke im Schatten sowie Getränke am Kassenhäuschen.
Praktisches auf einen Blick
Wann ist die beste Reisezeit für Ses Païsses?
Für einen Besuch empfehlen sich diese Monate: September bis Juni. Für Januar gilt: Besuch während der Öffnungszeiten; sonntags und an Feiertagen geschlossen.
Lohnt sich Ses Païsses im Juli und August?
Im Juli und August lohnt sich ein Besuch mit Einschränkungen. Trotz der schattigen Wege unter den Bäumen kann es sehr heiß werden. Möglichst morgens kommen und Wasser mitnehmen. Sonntags und an Feiertagen geschlossen.
Braucht man für Ses Païsses einen Mietwagen?
Empfohlen. Es geht auch ohne, mit Auto ist Ses Païsses aber deutlich einfacher zu erreichen.
Wo kann man bei Ses Païsses parken?
Kleine Parkfläche vor dem Eingang; bei meinem Besuch Platz für etwa fünf bis acht Autos.
Ist Ses Païsses mit Kinderwagen oder Rollstuhl machbar?
Wege und Untergrund: Naturboden, Steine, Wurzeln und Schwellen zwischen den Gebäuderesten. Mit Kinderwagen: Die unebenen Bereiche und engen Durchgänge erschweren den Rundgang. Mit Rollstuhl: Kein durchgehend ebener Zugang durch sämtliche Ruinen.
Text und Fotos: Friedhelm Fischer. Seit 2013 auf Mallorca unterwegs — mit dem Rad, zu Fuß und mit der Kamera.