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Mallorca Atlas Die Insel erleben Merkliste
Wuchtiger Bruchsteinbau der Ermita de la Victòria mit heller Sonnenuhr an der Seitenwand, davor alte Kiefern und ein gepflasterter Vorplatz, rechts die Sonnenschirme des angrenzenden Cafés.

Atlas / Raiguer

Ermita de la Victòria

Sehenswertes

Wallfahrtskirche auf der Halbinsel Victòria, sieben Kilometer nordöstlich von Alcúdia. Die Straße endet hier oben an einem Vorplatz unter Kiefern, und von dort sieht man über die Bucht von Pollença bis zum Cap de Formentor. Seit 1403 belegt, mit einer Kirche, der man die Wehrhaftigkeit noch ansieht.

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Hier liegt
Ermita de la Victòria
Lage von Ermita de la Victòria auf Mallorca
Lage von Ermita de la Victòria

Ermita de la Victòria in 30 Sekunden

Das Wichtigste auf einen Blick

Lohnt für
Einen kurzen Besuch
Passt zu
Wer einen Aussichtspunkt sucht, an dem er auch sitzen bleiben kann
Beste Monate
Januar–Juni, September–Dezember
Zeitbedarf
Eine Stunde für Kirche und Aussicht, ein halber Tag mit Wanderung
Ohne Mietwagen
Mietwagen nötig
Parken
Ein Parkplatz am Ende der Straße, dazu einige Stellplätze am Hang davor. Im Sommer und an Wochenenden ab dem späten Vormittag voll. Wer keinen Platz findet, sollte nicht am Hang halten, sondern es abends noch einmal versuchen.
Eher nichts für
Wer ungern schmale Bergstraßen fährt
Zugänglichkeit
Kinderwagen: Vorplatz und Terrasse ja, Wanderwege nein · Rollstuhl: Vorplatz erreichbar, in die Kirche führen Stufen
  • Sehenswertes

Mallorca fühlen. Besser entscheiden.

Blick zwischen Aleppokiefern hindurch über die tiefblaue Bucht von Pollença, am gegenüberliegenden Ufer die gestaffelten Hügel der Halbinsel; im Vordergrund die Zufahrtsstraße im Nachmittagslicht.

Dafür fährt man herauf. Der Blick geht über die ganze Bucht von Pollença bis zu den Bergen, die zum Cap de Formentor laufen.

Weiter, gepflasterter Vorplatz unter hohen Kiefern mit Holzbänken und Laternen, quer darüber eine bunte Wimpelkette; zwischen den Stämmen hindurch das Meer und die Berge der Gegenseite.

Der Vorplatz ist der eigentliche Ort. Schatten, Bänke, und zwischen den Stämmen hindurch die Bucht — hier bleibt man länger als geplant.

Schlichtes einschiffiges Kircheninneres mit Tonnengewölbe aus hellem Sandstein, Holzbänken, schmiedeeisernem Leuchter und einem vergoldeten Barockaltar am Ende; an den Wänden große dunkle Gemälde.

Innen ist es klein, kühl und schlicht — bis auf den vergoldeten Altar am Ende des Gewölbes. Die Tür steht allerdings nicht immer offen.

Ermita de la Victòria kennenlernen

Passt Ermita de la Victòria zu deinen Plänen?

Was dich hier erwartet — und was du für deinen Besuch wissen solltest.

Für wen es gut passt

  • Wer einen Aussichtspunkt sucht, an dem er auch sitzen bleiben kann
  • Wanderer — hier beginnen die Wege auf die Penya des Migdia und die Talaia d'Alcúdia
  • Wer abends etwas vorhat, das nichts kostet
  • Wer eine mallorquinische Wallfahrtskirche sehen will, ohne nach Lluc zu fahren

Für wen es weniger passt

  • Wer ungern schmale Bergstraßen fährt
  • Wer mittags im Hochsommer kommt: kein Parkplatz, Kirche zu
  • Wer eine große Kirche erwartet — sie ist klein und schlicht
  • Wer schlecht zu Fuß ist; vom Parkplatz geht es ein Stück bergauf

Fahrzeit ab Flughafen

65 Min.

62 km

Busverbindung

Keine Linie führt hinauf

Region

Raiguer

Nächster Strand

Alcanada

4 km

Höhe

150 m

über NN

Ein Blick in Ermita de la Victòria

Mehr Eindrücke aus Ermita de la Victòria →

Saisonkompass — wann Ermita de la Victòria lohnt

Oktober lohnt

ruhig alles offen

lohnt bedingt eher nicht geschlossen

Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, September, Oktober, November und Dezember. Eher meiden in August.

Wo das liegt

Lage von Ermita de la Victòria

Lage von Ermita de la Victòria auf Mallorca Palma Sóller Manacor
Lage von Ermita de la Victòria
Region
Raiguer
Gemeinde
Alcúdia
Höhe
150 m über NN
Flughafen
62 km , rund 65 Minuten
Mietwagen
nötig
Lohnt für
einen kurzen Halt
Koordinaten
39.8700,3.1700

In Google Maps öffnen In Apple Karten öffnen

Sieben Kilometer und sechshundert Jahre

Die Ermita de la Victòria liegt sieben Kilometer hinter Alcúdia — und wer glaubt, mit der mittelalterlichen Stadtmauer sei die Geschichte dieser Ecke erzählt, hat die Halbinsel im Rücken übersehen. Nordöstlich der Stadt schiebt sich ein bewaldeter Rücken ins Meer, und auf halber Höhe steht eine Kirche, die älter ist als fast alles, was man hier sonst zu sehen bekommt.

Schon im 14. Jahrhundert lebten hier Einsiedler. Ein Dokument aus dem Jahre 1403 erlaubte an dieser Stelle die Messfeier — das ist der erste sichere Beleg. Ab 1482 bauten Karmeliter die Anlage aus. Was heute steht, stammt im Wesentlichen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, und man sieht dem Bau an, wozu er neben dem Beten diente: Die Seitenwände sind hoch, fensterlos und massiv. Wer damals an dieser Küste lebte, brauchte einen Ort, an den er sich zurückziehen konnte, wenn Segel am Horizont auftauchten.

Was man oben vorfindet

Zuerst einen Parkplatz, und im Sommer einen vollen. Dann einen gepflasterten Vorplatz unter alten Kiefern, mit Bänken, Laternen und einer Wimpelkette, die von einem Fest übrig geblieben ist. Rechts die Kirche mit einer großen Sonnenuhr an der Südwand, daneben ein kleines Café mit Terrasse, darüber die Hostatgeria — das ehemalige Pilgerhaus, das heute Gästezimmer und ein Restaurant beherbergt.

Und zwischen den Kiefernstämmen hindurch die Bucht von Pollença.

Das ist der eigentliche Grund, warum man heraufkommt, und es ist ein Ort, an dem man länger bleibt als geplant. Man setzt sich auf eine der Bänke, sieht auf das Wasser und die Berge der Gegenseite, und plötzlich ist eine Stunde vorbei.

Weiter, gepflasterter Vorplatz unter hohen Kiefern mit Holzbänken und Laternen, quer darüber eine bunte Wimpelkette; zwischen den Stämmen hindurch das Meer und die Berge der Gegenseite.
Der Vorplatz ist der eigentliche Ort. Schatten, Bänke, und zwischen den Stämmen hindurch die Bucht — hier bleibt man länger als geplant.

Die Kirche

Klein, einschiffig, ein Tonnengewölbe aus hellem Sandstein, Holzbänke, ein schmiedeeiserner Leuchter. Am Ende ein vergoldeter Barockaltar, der in dieser Schlichtheit umso stärker wirkt. An den Wänden hängen große dunkle Gemälde.

Sie ist nicht durchgehend geöffnet, und das ist der häufigste Grund, warum Besucher unverrichteter Dinge wieder hinunterfahren. Der Vorplatz ist immer zugänglich, das Innere nicht. Vormittags stehen die Chancen am besten. Wer den Innenraum sehen will, sollte die Fahrt danach planen, statt darauf zu hoffen.

Schlichtes einschiffiges Kircheninneres mit Tonnengewölbe aus hellem Sandstein, Holzbänken, schmiedeeisernem Leuchter und einem vergoldeten Barockaltar am Ende; an den Wänden große dunkle Gemälde.
Innen ist es klein, kühl und schlicht — bis auf den vergoldeten Altar am Ende des Gewölbes. Die Tür steht allerdings nicht immer offen.

Die Straße

Ab Alcúdia geht es über Mal Pas und Bonaire hinaus auf die Halbinsel, dann wird die Straße schmal. Sie steigt gleichmäßig an, führt in Kehren durch Kiefernwald, und an einigen Stellen wird es bei Gegenverkehr knapp. Der Belag ist gut, die Sicht in den Kurven nicht immer.

Ein Bus fährt nicht hinauf, und das wird sich nicht ändern. Wer kein Auto hat, kommt mit dem Rad — die Steigung ist gleichmäßig und für alle machbar, die Mallorca ohnehin mit dem Rad erfahren.

Schmale, ansteigende Bergstraße mit niedrigen Betonpollern als Randbegrenzung, links der Abhang, rechts eine Felswand, darüber vom Wind geformte Kiefern im tiefen Nachmittagslicht.
Die letzten Kilometer. Schmal, kurvig, an manchen Stellen knapp bei Gegenverkehr — aber gut asphaltiert.

Von hier gehen die Wege los

Am Vorplatz beginnen zwei markierte Wanderungen. Der kürzere Weg führt zur Penya des Migdia mit Blick über die Nordküste. Der längere geht hinauf auf die Talaia d’Alcúdia, den höchsten Punkt der Halbinsel, und von dort sieht man beide Buchten gleichzeitig — Alcúdia auf der einen, Pollença auf der anderen Seite.

Beide Wege sind gut markiert, aber steinig, und das letzte Stück liegt ohne Schatten. Feste Schuhe, Wasser, und im Sommer nicht mittags. Wer im Mai geht, hat die besten Bedingungen.

Der gepflasterte Vorplatz der Ermita de la Victòria unter hohen Kiefern und einer Palme, links die schlichte Steinfassade der Kirche, im Schatten stehen Bänke und geparkte Autos.
Der Vorplatz liegt fast ganz im Schatten — der einzige Ort hier oben, an dem man im Sommer mittags sitzen kann.

Wann man kommen sollte

März bis Mai und der Oktober. Dann ist die Halbinsel grün, die Luft klar, der Parkplatz frei und die Temperatur zum Gehen richtig. Im Winter ist die Sicht oft am allerbesten, weil die Luft klarer ist — dafür ist nicht sicher, ob alles geöffnet hat.

Im Juli lohnt nur der frühe Morgen oder der späte Nachmittag. Im August rate ich ab: Die schmale Straße ist dem Andrang nicht gewachsen, der Parkplatz ist besetzt, und zum Gehen ist es zu heiß. Fahr stattdessen im September.

Und ein Hinweis zur Tageszeit, der unabhängig vom Monat gilt: Nach Westen liegt die Serra de Tramuntana. Die Sonne geht hier also hinter Bergen unter, nicht im Meer — und genau das macht die Stunde davor so gut. Das Licht kommt von hinten, die Bucht liegt im warmen Ton, und die Gegenseite bekommt Farbe.

Blick zwischen Aleppokiefern hindurch über die tiefblaue Bucht von Pollença, am gegenüberliegenden Ufer die gestaffelten Hügel der Halbinsel; im Vordergrund die Zufahrtsstraße im Nachmittagslicht.
Dafür fährt man herauf. Der Blick geht über die ganze Bucht von Pollença bis zu den Bergen, die zum Cap de Formentor laufen.

Ansichten

Ermita de la Victòria auf Mallorca

Blick zwischen Aleppokiefern hindurch über die tiefblaue Bucht von Pollença, am gegenüberliegenden Ufer die gestaffelten Hügel der Halbinsel; im Vordergrund die Zufahrtsstraße im Nachmittagslicht.
Ermita de la VictòriaDafür fährt man herauf. Der Blick geht über die ganze Bucht von Pollença bis zu den Bergen, die zum Cap de Formentor laufen.
Weiter, gepflasterter Vorplatz unter hohen Kiefern mit Holzbänken und Laternen, quer darüber eine bunte Wimpelkette; zwischen den Stämmen hindurch das Meer und die Berge der Gegenseite.
Ermita de la VictòriaDer Vorplatz ist der eigentliche Ort. Schatten, Bänke, und zwischen den Stämmen hindurch die Bucht — hier bleibt man länger als geplant.
Schlichtes einschiffiges Kircheninneres mit Tonnengewölbe aus hellem Sandstein, Holzbänken, schmiedeeisernem Leuchter und einem vergoldeten Barockaltar am Ende; an den Wänden große dunkle Gemälde.
Ermita de la VictòriaInnen ist es klein, kühl und schlicht — bis auf den vergoldeten Altar am Ende des Gewölbes. Die Tür steht allerdings nicht immer offen.
Hohe, fensterlose Seitenwand der Kirche aus rötlichem Bruchstein mit Sandsteinkanten und schmalem Portal, davor eine schräg gewachsene Kiefer; im Hintergrund der Vorplatz mit geparkten Motorrädern.
Ermita de la VictòriaDie geschlossene Seitenwand zeigt, wofür der Bau ursprünglich gedacht war: Er sollte nicht nur beten lassen, sondern auch schützen.
Blick vom Parkplatz auf die Rückseite der Anlage: massiver Bruchsteinbau mit Sonnenuhr und Fensterreihe unter dem Dach, davor eine Terrasse mit Sonnenschirmen und Tischen, links Kiefern und ein Parkplatzschild.
Ermita de la VictòriaDer erste Eindruck, wenn man vom Parkplatz herüberkommt. Im Sommer ist dieser Platz ab dem späten Vormittag belegt.
Zweigeschossiges Sandsteingebäude der Hostatgeria mit rosa gefasstem Mittelteil, breiter doppelläufiger Freitreppe zu einer Terrasse mit Tischen und geschlossenen Sonnenschirmen, flankiert von hohen Zypressen.
Ermita de la VictòriaDie Hostatgeria, das ehemalige Pilgerhaus. Heute Gästezimmer und Restaurant — wer hier übernachtet, hat den Vorplatz nach Sonnenuntergang für sich.
Schmale, ansteigende Bergstraße mit niedrigen Betonpollern als Randbegrenzung, links der Abhang, rechts eine Felswand, darüber vom Wind geformte Kiefern im tiefen Nachmittagslicht.
Ermita de la VictòriaDie letzten Kilometer. Schmal, kurvig, an manchen Stellen knapp bei Gegenverkehr — aber gut asphaltiert.
Der gepflasterte Vorplatz der Ermita de la Victòria unter hohen Kiefern und einer Palme, links die schlichte Steinfassade der Kirche, im Schatten stehen Bänke und geparkte Autos.
Ermita de la VictòriaDer Vorplatz liegt fast ganz im Schatten — der einzige Ort hier oben, an dem man im Sommer mittags sitzen kann.

Wie viel Zeit hast du?

Was man in Ermita de la Victòria tut

Drei Stunden

Hinauffahren, den Vorplatz und die Kirche ansehen, einen Kaffee auf der Terrasse, und den Weg ein Stück Richtung Penya des Migdia gehen, bis der Blick sich öffnet. Zurück über Mal Pas.

Ein halber Tag

Die Wanderung auf die Talaia d'Alcúdia, den höchsten Punkt der Halbinsel. Der Weg beginnt am Vorplatz und ist gut markiert, aber steinig — festes Schuhwerk, Wasser, und im Sommer nicht mittags.

Bei Regen

Nicht hier. Die Straße wird bei Regen rutschig, und der Blick, für den man heraufkommt, ist dann ohnehin weg.

Praktisch

Parken
Ein Parkplatz am Ende der Straße, dazu einige Stellplätze am Hang davor. Im Sommer und an Wochenenden ab dem späten Vormittag voll. Wer keinen Platz findet, sollte nicht am Hang halten, sondern es abends noch einmal versuchen.
Öffentlich
Keine Anbindung
Zeitbedarf
Eine Stunde für Kirche und Aussicht, ein halber Tag mit Wanderung
Hinweis
Die Kirche ist nicht durchgehend geöffnet. Der Vorplatz mit dem Ausblick ist frei zugänglich, das Innere nicht immer — wer es sehen will, kommt vormittags und nicht im Hochsommer.
Bus
Keine Linie führt hinauf. Ab Alcúdia mit dem Auto, dem Rad oder zu Fuß.
Versorgung
Supermarkt: Keiner — der nächste in Alcúdia · Geldautomat: Keiner
Zugänglichkeit
Vorplatz gepflastert, Wanderwege steinig · Kinderwagen: Vorplatz und Terrasse ja, Wanderwege nein · Rollstuhl: Vorplatz erreichbar, in die Kirche führen Stufen · Hunde: Angeleint auf dem Vorplatz
Gibt es nicht
Busanbindung · Verlässliche Öffnungszeiten der Kirche · Schatten auf dem letzten Stück des Wanderwegs · Geldautomat
Koordinaten
39.8700,3.1700 Google Maps Apple Karten

Was in Reichweite liegt

Sehenswürdigkeiten

In der Umgebung

Entfernungen ohne Zeitangabe sind Luftlinie. Auf Mallorca kann die Fahrzeit deutlich darüber liegen — wo mir das bekannt ist, steht sie dabei.

Wo man von hier aus badet

Strände und Bademöglichkeiten im Umfeld

Von diesen Orten aus erreichbar

Von hier aus

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zu Ermita de la Victòria

Wie kommt man zur Ermita de la Victòria?

Von Alcúdia aus Richtung Mal Pas und Bonaire, dann sieben Kilometer über eine schmale, kurvige Bergstraße bis zum Parkplatz am Ende. Rund fünfzehn Minuten mit dem Auto. Ein Bus fährt nicht hinauf. Wer sportlich ist, fährt mit dem Rad — die Steigung ist gleichmäßig und gut zu fahren.

Kann man in der Ermita de la Victòria übernachten?

Ja. Im oberen Teil der Anlage liegt die renovierte Hostatgeria, das ehemalige Pilgerhaus, das heute Gästezimmer und ein Restaurant beherbergt. Wer dort übernachtet, hat den Vorplatz nach Sonnenuntergang für sich — das ist der eigentliche Grund, es zu tun.

Ist die Kirche immer geöffnet?

Nein, und danach wird am häufigsten gefragt. Der Vorplatz mit dem Ausblick ist immer frei zugänglich, das Kircheninnere nicht. Vormittags stehen die Chancen am besten. Wer den Innenraum sehen will, sollte die Fahrt danach planen, statt darauf zu hoffen.

Wie alt ist die Ermita de la Victòria?

Ein Dokument von 1403 erlaubte hier bereits die Messfeier, und schon im 14. Jahrhundert lebten Einsiedler auf der Halbinsel. Ab 1482 bauten Karmeliter die Anlage aus. Das heutige Gebäude stammt im Wesentlichen aus dem 17. und 18. Jahrhundert — und man sieht ihm an, dass es zugleich als Zuflucht vor Piratenüberfällen gedacht war.

Welche Wanderungen beginnen an der Ermita?

Zwei lohnende. Der kürzere Weg führt zur Penya des Migdia mit Blick über die Nordküste, der längere auf die Talaia d'Alcúdia, den höchsten Punkt der Halbinsel. Beide sind gut markiert, steinig und teilweise ohne Schatten. Feste Schuhe, Wasser mitnehmen und im Sommer nicht mittags starten.

Wann ist die beste Zeit für die Ermita de la Victòria?

März bis Mai und der Oktober. Dann ist die Halbinsel grün, die Luft klar und der Parkplatz frei. Im Winter ist die Sicht oft am besten, weil die Luft klarer ist — dafür ist nicht immer alles geöffnet. Im Hochsommer lohnt nur der frühe Morgen oder der Abend.

Was sieht man von der Ermita aus?

Die gesamte Bucht von Pollença, die vorgelagerten Hügel der Halbinsel und gegenüber die Kette, die zum Cap de Formentor läuft. Nach Westen liegt die Serra de Tramuntana — weshalb die Sonne hier hinter Bergen untergeht und nicht im Meer.

Praktisches auf einen Blick

Wann ist die beste Reisezeit für Ermita de la Victòria?

Für einen Besuch empfehlen sich diese Monate: September bis Juni. Für Januar gilt: Klare Winterluft, freie Sicht bis zum Cap de Formentor.

Lohnt sich Ermita de la Victòria im Juli und August?

Im Juli lohnt sich ein Besuch mit Einschränkungen, im August bietet sich eher ein anderer Reisemonat an. In beiden Monaten ist es meist voll. Zu voll für die schmale Straße. Fahr im September.

Wie weit ist Ermita de la Victòria vom Flughafen Palma entfernt?

Vom Flughafen Palma sind es rund 62 Kilometer und etwa 65 Minuten Fahrzeit. Sieben Kilometer ab Alcúdia über Mal Pas und Bonaire, dann eine schmale, kurvige Bergstraße. Rund fünfzehn Minuten. Bei Gegenverkehr wird es an manchen Stellen eng — im Zweifel früher anhalten.

Braucht man für Ermita de la Victòria einen Mietwagen?

Ja. Ohne eigenes Fahrzeug ist Ermita de la Victòria nur schwer zu erreichen. Öffentlicher Verkehr: Keine Linie führt hinauf. Ab Alcúdia mit dem Auto, dem Rad oder zu Fuß.

Wo kann man bei Ermita de la Victòria parken?

Ein Parkplatz am Ende der Straße, dazu einige Stellplätze am Hang davor. Im Sommer und an Wochenenden ab dem späten Vormittag voll. Wer keinen Platz findet, sollte nicht am Hang halten, sondern es abends noch einmal versuchen.

Ist Ermita de la Victòria mit Kinderwagen oder Rollstuhl machbar?

Wege und Untergrund: Vorplatz gepflastert, Wanderwege steinig. Mit Kinderwagen: Vorplatz und Terrasse ja, Wanderwege nein. Mit Rollstuhl: Vorplatz erreichbar, in die Kirche führen Stufen.

Sind Hunde bei Ermita de la Victòria erlaubt?

Angeleint auf dem Vorplatz.

Ermita de la Victòria gehört zum Schönsten auf Mallorca

Text und Fotos: . Seit 2013 auf Mallorca unterwegs — mit dem Rad, zu Fuß und mit der Kamera.