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Mallorca Atlas Die Insel erleben Merkliste
Ausgrabungsgelände der römischen Stadt Pollentia bei Alcúdia mit zwei erhaltenen Säulenstümpfen im Vordergrund, niedrigen Mauerresten, Zypressen und der Kirche des Friedhofs im Hintergrund.

Atlas / Raiguer

Pollentia

Sehenswertes

Die Ruinen der römischen Stadt, aus der Alcúdia hervorging. Im Jahre 123 vor Christus gegründet, für Jahrhunderte die wichtigste Stadt Mallorcas, im Jahre 426 von den Vandalen zerstört. Forum, Theater und ein Wohnviertel liegen unmittelbar vor der Altstadt.

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Hier liegt
Pollentia
Lage von Pollentia auf Mallorca
Lage von Pollentia

Pollentia in 30 Sekunden

Das Wichtigste auf einen Blick

Lohnt für
Einen kurzen Besuch
Passt zu
Römische Geschichte und Ausgrabungen
Beste Monate
Januar–Mai, September–Dezember
Zeitbedarf
45 bis 60 Minuten für die Ausgrabung, mit dem Museum anderthalb Stunden.
Ohne Mietwagen
Mietwagen empfohlen
Parken
Am Rand des Geländes und an den Parkplätzen der Altstadt.
Highlight
Forum, Wohnviertel und römisches Theater
Eher nichts für
Einen Rundgang ausschließlich auf glatten Wegen
Zugänglichkeit
Kinderwagen: eingeschränkt möglich · Rollstuhl: nur teilweise
  • Sehenswertes

Mallorca fühlen. Besser entscheiden.

Weiter Blick über das Ausgrabungsfeld von Pollentia: Steinreihen und Grundmauern im trockenen Gras, umgeben von einer niedrigen Mauer, links die Kirche, am Horizont die Berge.

Von außen sieht man, wie groß die Stadt war — und wie wenig davon aufrecht geblieben ist.

Freigelegte Grundmauern und behauene Steinblöcke im Wohnviertel Sa Portella von Pollentia, dazwischen heller Kies, im Hintergrund Olivenbäume.

Die Grundrisse des Wohnviertels Sa Portella — hier erkennt man Räume, Schwellen und Zisternen.

Fahrzeit ab Flughafen

55 Min.

55 km

Busverbindung

Linien 351/352

Region

Raiguer

Nächster Strand

Port d'Alcúdia

1 km

Ein Blick in Pollentia

Saisonkompass — wann Pollentia lohnt

Oktober lohnt

Warm und leer.

ruhig alles offen

lohnt bedingt eher nicht geschlossen

Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, September, Oktober, November und Dezember. Eher meiden in Juli und August.

Wo das liegt

Lage von Pollentia

Lage von Pollentia auf Mallorca Palma Sóller Manacor
Lage von Pollentia
Region
Raiguer
Gemeinde
Alcúdia
Flughafen
55 km , rund 55 Minuten
Mietwagen
empfohlen
Lohnt für
einen kurzen Halt
Koordinaten
39.8493,3.1224

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Was Pollentia ist

Nach der römischen Eroberung der Balearen im Jahre 123 vor Christus gründete Quintus Caecilius Metellus zwei Städte auf Mallorca — Palma im Süden und Pollentia im Norden. Die Lage zwischen den beiden großen Buchten war so günstig, dass Pollentia zur wichtigsten Stadt der Insel aufstieg.

Ihre Blütezeit lag zwischen dem 1. Jahrhundert vor und dem 3. Jahrhundert nach Christus. In dieser Zeit wuchs sie auf 15 bis 20 Hektar — für die Balearen eine Größe, die keine zweite Stadt erreichte.

Im Jahre 426 nach Christus wurde sie von den Vandalen erobert und ausgeplündert. Was blieb, diente den späteren Bewohnern als Steinbruch; auf und neben den Ruinen entstand unter maurischer Herrschaft das Landgut, aus dem Alcúdia wurde.

Was man heute sieht

Freigelegt sind drei Bereiche, und sie zeigen drei verschiedene Seiten der Stadt.

Sa Portella ist das Wohnviertel: die Grundrisse dreier Stadthäuser samt Zisternen und die Gassen dazwischen. Man kann ablaufen, wo die Türen waren.

Das Forum war der Hauptplatz. Zu sehen sind das Fundament des Kapitolstempels, zwei kleinere Tempel, eine lange Reihe Tabernae — Läden — und Reste der Ausstattung. Dieser Teil ist erst seit 2002 zugänglich; in den Sommermonaten wird hier bis heute gegraben.

Etwas abseits Richtung Friedhof liegt das römische Theater, in den anstehenden Fels gehauen und der einzige erhaltene Theaterbau der Römerzeit auf Mallorca. In der Spätantike hörte es auf, ein Theater zu sein: Man legte Gräber in die Sitzreihen. Sie sind noch zu sehen.

Freigelegte Grundmauern und behauene Steinblöcke im Wohnviertel Sa Portella von Pollentia, dazwischen heller Kies, im Hintergrund Olivenbäume.
Die Grundrisse des Wohnviertels Sa Portella — hier erkennt man Räume, Schwellen und Zisternen.

Was hier fehlt

Ausgegraben wird in Pollentia seit rund hundert Jahren, und nicht alles ist gut gegangen. Unter Franco wurde ein Teil des Geländes für den Bau einer Bahnstrecke abgetragen. Was dort lag, ist weg.

Auch die Funde selbst — Münzen, Keramik, Bronzen — stehen nicht auf dem Gelände, sondern im Museu Monogràfic de Pollentia in der Altstadt von Alcúdia. Wer die Ausgrabung ohne das Museum ansieht, sieht Mauerreste ohne die Gegenstände, die sie erklären. Das Kombiticket lohnt sich deshalb.

Weiter Blick über das Ausgrabungsfeld von Pollentia: Steinreihen und Grundmauern im trockenen Gras, umgeben von einer niedrigen Mauer, links die Kirche, am Horizont die Berge.
Von außen sieht man, wie groß die Stadt war — und wie wenig davon aufrecht geblieben ist.

Ansichten

Pollentia auf Mallorca

Weiter Blick über das Ausgrabungsfeld von Pollentia: Steinreihen und Grundmauern im trockenen Gras, umgeben von einer niedrigen Mauer, links die Kirche, am Horizont die Berge.
PollentiaVon außen sieht man, wie groß die Stadt war — und wie wenig davon aufrecht geblieben ist.
Freigelegte Grundmauern und behauene Steinblöcke im Wohnviertel Sa Portella von Pollentia, dazwischen heller Kies, im Hintergrund Olivenbäume.
PollentiaDie Grundrisse des Wohnviertels Sa Portella — hier erkennt man Räume, Schwellen und Zisternen.

Praktisch

Parken
Am Rand des Geländes und an den Parkplätzen der Altstadt.
Zeitbedarf
45 bis 60 Minuten für die Ausgrabung, mit dem Museum anderthalb Stunden.
Hinweis
Eintritt wird erhoben, meist als Kombiticket mit dem Museu Monogràfic in der Altstadt. Erst ins Museum, dann aufs Gelände — sonst fehlt der Zusammenhang.
Bus
Linien 351/352 bis Alcúdia, von dort zehn Minuten zu Fuß
Zugänglichkeit
unbefestigte Wege, Kies und Gras, weitgehend eben · Kinderwagen: eingeschränkt möglich · Rollstuhl: nur teilweise
Gibt es nicht
Schatten · Gastronomie auf dem Gelände
Koordinaten
39.8493,3.1224 Google Maps Apple Karten

Was in Reichweite liegt

Sehenswürdigkeiten

In der Umgebung

Entfernungen ohne Zeitangabe sind Luftlinie. Auf Mallorca kann die Fahrzeit deutlich darüber liegen — wo mir das bekannt ist, steht sie dabei.

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Von hier aus

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zu Pollentia

Was kann man in Pollentia sehen?

Die Grundmauern der römischen Stadt: das Forum mit Tempelresten, das Wohnviertel Sa Portella mit den Grundrissen mehrerer Häuser und, etwas abseits, das Theater — der älteste erhaltene Theaterbau der Balearen. Die Fundstücke selbst sind im Museu Monogràfic in der Altstadt von Alcúdia ausgestellt.

Wie alt ist Pollentia?

Die Stadt wurde im Jahre 123 vor Christus nach der römischen Eroberung der Balearen gegründet. Sie war während der römischen Herrschaft die wichtigste Stadt Mallorcas und wurde im Jahre 426 nach Christus von den Vandalen zerstört.

Wie lange braucht man für Pollentia?

Für das Ausgrabungsgelände 45 bis 60 Minuten. Mit dem zugehörigen Museum in der Altstadt anderthalb Stunden. Beides lässt sich gut mit einem Rundgang durch Alcúdia an einem Vormittag verbinden.

Praktisches auf einen Blick

Wann ist die beste Reisezeit für Pollentia?

Für einen Besuch empfehlen sich diese Monate: September bis Mai. Für Januar gilt: Verkürzte Öffnungszeiten, dafür hat man das Gelände für sich.

Lohnt sich Pollentia im Juli und August?

Im Juli und August bietet sich eher ein anderer Reisemonat an. In beiden Monaten ist es meist belebt. Ohne einen Baum auf dem Gelände ist das über Mittag kein Vergnügen.

Wie weit ist Pollentia vom Flughafen Palma entfernt?

Vom Flughafen Palma sind es rund 55 Kilometer und etwa 55 Minuten Fahrzeit.

Braucht man für Pollentia einen Mietwagen?

Empfohlen. Es geht auch ohne, mit Auto ist Pollentia aber deutlich einfacher zu erreichen. Öffentlicher Verkehr: Linien 351/352 bis Alcúdia, von dort zehn Minuten zu Fuß.

Wo kann man bei Pollentia parken?

Am Rand des Geländes und an den Parkplätzen der Altstadt.

Ist Pollentia mit Kinderwagen oder Rollstuhl machbar?

Wege und Untergrund: Unbefestigte Wege, Kies und Gras, weitgehend eben. Mit Kinderwagen: Eingeschränkt möglich. Mit Rollstuhl: Nur teilweise.

Text und Fotos: . Seit 2013 auf Mallorca unterwegs — mit dem Rad, zu Fuß und mit der Kamera.