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Mallorca Atlas Die Insel erleben Merkliste
Blick von der Straße zum Kalvarienberg über die dicht gedrängten Ziegeldächer von Pollença; links und rechts bewaldete Bergkuppen, dahinter die Ebene und in der Ferne das Meer unter einem Himmel voller Quellwolken.

Atlas / Serra de Tramuntana

Pollença

Stadt

Kleinstadt am nördlichen Ende der Tramuntana, gebaut mit dem Rücken zum Meer, weil das Meer jahrhundertelang die Piraten brachte. 365 zypressengesäumte Stufen führen zum Kalvarienberg, sonntags ist auf der Plaça Major der ehrlichste Markt der Insel — und im August spielt die ganze Stadt eine Schlacht nach.

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Hier liegt
Pollença
Lage von Pollença auf Mallorca
Lage von Pollença

Pollença in 30 Sekunden

Das Wichtigste auf einen Blick

Lohnt für
Einen längeren Aufenthalt
Passt zu
Wer eine Stadt sucht, die auch ohne Besucher funktionieren würde
Beste Monate
Januar–Juni, September–Dezember
Zeitbedarf
Ein halber Tag für die Stadt, als Standort für den Norden eine Woche
Ohne Mietwagen
Mietwagen empfohlen
Parken
Parkplätze am Ortsrand, meist unproblematisch. Sonntags wegen des Markts früh kommen. In der Altstadt selbst ist Parken keine gute Idee.
Eher nichts für
Wer ans Meer will — das liegt sechs Kilometer entfernt
Zugänglichkeit
Kinderwagen: Plaça Major und Hauptgassen ja, die Treppe nicht · Rollstuhl: Der Platz gut, die Altstadt eingeschränkt, der Calvari nicht
  • Stadt

Mallorca fühlen. Besser entscheiden.

Weite, hell gepflasterte Plaça Major mit Platanenreihen, unter denen Cafétische und geschlossene Sonnenschirme stehen; im Hintergrund die schlichte Sandsteinfassade der Kirche Santa Maria dels Àngels mit großer Rosette und der Uhrturm.

Die Plaça Major. Nach Aussage der Einwohner der schönste Marktplatz der Insel — und sie haben nicht ganz unrecht.

Nahsicht der Westfassade von Santa Maria dels Àngels mit fein durchbrochener steinerner Fensterrose, davor die belaubten Platanen des Platzes und die Terrassen der Cafés im Schatten.

Die Rosette von Santa Maria dels Àngels. Von den Cafétischen aus sieht man sie den ganzen Tag anders.

Dieselbe Plaça Major im Winter: nasses, spiegelndes Pflaster nach der Reinigung, kahle Platanen, wenige Menschen in Winterjacken, ein Kind läuft über den Platz; die Cafés unter geschlossenen Schirmen sind besetzt.

Im Januar, nach der morgendlichen Platzreinigung. Die Cafés sind trotzdem besetzt — hier wohnen Menschen, nicht nur Gäste.

Pollença kennenlernen

Passt Pollença zu deinen Plänen?

Was dich hier erwartet — und was du für deinen Besuch wissen solltest.

Für wen es gut passt

  • Wer eine Stadt sucht, die auch ohne Besucher funktionieren würde
  • Wanderer — Puig de Maria, Ternelles und die Tramuntana beginnen hier
  • Wer den Norden erkunden will: von hier aus ist alles erreichbar
  • Wer im Winter reist und einen Ort will, der offen hat

Für wen es weniger passt

  • Wer ans Meer will — das liegt sechs Kilometer entfernt
  • Wer im August Ruhe sucht; um den 2. herum ist die Stadt außer sich
  • Wer schlecht zu Fuß ist — die Altstadt ist steil und gepflastert
  • Wer günstig essen will; die Plaça Major hat Plaça-Major-Preise

Fahrzeit ab Flughafen

55 Min.

60 km

Busverbindung

Linie 301 n

Region

Serra de Tramuntana

Nächster Strand

Cala de Sant Vicenç

6 km

Höhe

60 m

über NN

Märkte

Sonntag

Saisonkompass — wann Pollença lohnt

Oktober lohnt

Für die Stufen zum Kalvarienberg und Wege in die Umgebung sind die milderen Herbsttage angenehm.

ruhig alles offen

lohnt bedingt eher nicht geschlossen

Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, September, Oktober, November und Dezember.

Wo das liegt

Lage von Pollença

Lage von Pollença auf Mallorca Palma Alcúdia Sóller Manacor
Lage von Pollença
Einwohner
16.400
Höhe
60 m über NN
Flughafen
60 km , rund 55 Minuten
Mietwagen
empfohlen
Lohnt für
einen ganzen Aufenthalt
Koordinaten
39.8769,3.0161

In Google Maps öffnen In Apple Karten öffnen

Die Stadt der 365 Stufen

Pollença liegt rund sieben Kilometer landeinwärts, im Kessel zwischen den letzten Bergen der Tramuntana. Die Gegend war schon zweitausend Jahre vor Christus besiedelt — archäologische Funde in den Höhlen der Umgebung belegen das. Die Römer gründeten später eine Stadt namens Pollentia, die zeitweise Hauptstadt Mallorcas war, bis die Vandalen sie im Jahr 426 zerstörten. Ihre Ausgrabungen liegen allerdings nicht hier, sondern vor den Toren von Alcúdia — der Name blieb hier, die Steine dort.

Eine erste Pfarrkirche ist für 1236 belegt. Bis zur Pest von 1348 war Pollença neben Palma eine der einflussreichsten Städte der Insel.

Warum die Stadt nicht am Meer liegt

Das ist keine Laune, sondern Vorsicht. Die Küste war bis ins 18. Jahrhundert unsicher: Osmanische und nordafrikanische Korsaren landeten regelmäßig, und wer am Wasser baute, baute für den Überfall. Also legte man die Stadt außer Sichtweite ins Hinterland und ließ nur eine Anlegestelle am Wasser.

Erst mit dem Ende der Piraterie entstand daraus Port de Pollença. Dasselbe Muster findet man wenige Kilometer weiter noch einmal: Alcúdia hinter der Mauer, sein Hafen zwei Kilometer entfernt.

Das erklärt auch, warum die beiden Orte heute so verschieden sind. Die Stadt hat achthundert Jahre Vorsprung.

Enge, ansteigende Altstadtgasse mit ockerfarbenen und Natursteinfassaden, blauen Fensterläden und einer Straßenlaterne; am Ende lehnt ein Fahrrad an der Mauer, darüber ein Himmel mit weißen Wolken.
Die Altstadt steigt zum Calvari hin an. Wer zu Fuß unterwegs ist, merkt es spätestens auf dem Rückweg.

Der Kalvarienberg

Direkt hinter dem Rathaus beginnt der Aufstieg. 365 Stufen, für jeden Tag des Jahres eine, zwischen Zypressen hinauf auf rund 170 Meter, bis zu einer neugotischen Kapelle. Wer den endlos wirkenden Aufstieg wagt, wird oben mit dem Blick über die Stadt, die Bucht von Pollença und bei klarer Luft bis zum Cap de Formentor belohnt.

Ach ja: Die 365 Stufen müssen auch wieder heruntergegangen werden. Zum Glück gibt es links und rechts genug Steinmauern, auf denen man eine Pause einlegen kann.

Am Karfreitag wird die Treppe zu etwas anderem. Oben spielt man die Kreuzabnahme, den Davallament, danach trägt der Zug die Figur schweigend hinunter, nur mit Fackeln. Es ist das eindrucksvollste religiöse Ereignis der Insel — und eines der wenigen, bei denen Besucher wirklich nur zusehen.

Gepflasterter Aufgang zwischen Natursteinmauern mit schmalen Zypressen, Palmfarnen und Agaven in großen Töpfen; links eine schwere Holztür mit Eisenbeschlägen, im Hintergrund Häuser mit grünen Fensterläden.
Der Weg zum Calvari beginnt harmlos. Erst nach der Ecke sieht man, wie lang die Treppe wirklich ist.

Der Sonntagsmarkt

Plaça Major und die angrenzenden Gassen, vormittags. Gemüse, Käse, Oliven, Werkzeug, Kleidung, Lederwaren — und, anders als in Alcúdia oder Santa Maria, mehr Einkauf als Andenken. Man kann sich ins Getümmel stürzen oder sich mit einem Kaffee an den Rand setzen und zusehen; beides funktioniert.

Komm früh. Nicht wegen der Ware, sondern wegen des Parkplatzes und des Tisches.

Nahsicht der Westfassade von Santa Maria dels Àngels mit fein durchbrochener steinerner Fensterrose, davor die belaubten Platanen des Platzes und die Terrassen der Cafés im Schatten.
Die Rosette von Santa Maria dels Àngels. Von den Cafétischen aus sieht man sie den ganzen Tag anders.

Die Plaça Major

Die Einwohner sagen, es sei der schönste Marktplatz der Insel, und sie haben nicht ganz unrecht. Er ist groß, hell gepflastert, von Platanen gesäumt, und an einer Seite steht Santa Maria dels Àngels mit einer Fensterrose, die man von den Cafétischen aus den ganzen Tag anders sieht.

Abends treffen sich hier die Einheimischen, mischen sich mit den ortsansässigen Künstlern, und ein paar Besucher gesellen sich dazu. Im Winter, nach der morgendlichen Platzreinigung, wenn das Pflaster noch nass ist und die Platanen kahl sind, sind die Cafés trotzdem besetzt. Das ist der Unterschied zu einem Ferienort: Hier wohnen Menschen.

Weite, hell gepflasterte Plaça Major mit Platanenreihen, unter denen Cafétische und geschlossene Sonnenschirme stehen; im Hintergrund die schlichte Sandsteinfassade der Kirche Santa Maria dels Àngels mit großer Rosette und der Uhrturm.
Die Plaça Major. Nach Aussage der Einwohner der schönste Marktplatz der Insel — und sie haben nicht ganz unrecht.

Zwei Gassen weiter

Sobald man den Platz verlässt, wird es still. Sandsteinfassaden, geschlossene Holzläden, schmiedeeiserne Balkone, hier und da ein kleiner Laden ohne Schaufenster, dessen Ware auf der Gasse steht. Wenn eine Tür offen steht, lohnt der Blick hinein — dahinter liegen Innenhöfe mit Terrakottatöpfen und alten Kletterpflanzen, die man sonst nie zu sehen bekommt.

Die Altstadt steigt zum Calvari hin an. Man merkt es spätestens auf dem Rückweg.

Menschenleere Gasse in der Altstadt mit hohen Sandsteinhäusern, geschlossenen Holzläden und einem schmiedeeisernen Balkon mit gelb-roter Schleife; rechts der Schriftzug Can Llobera an einer Hausecke.
Zwei Gassen vom Platz entfernt ist es still. Die Sandsteinfassaden werden mittags fast weiß.

La Patrona

Am 2. August spielt die ganze Stadt den Korsarenüberfall nach: Moros i Cristians. Vormittags zieht die Schlacht durch den ganzen Ort, mit einer Härte, die Besucher regelmäßig überrascht, abends gibt es Feuerwerk über der Stadt.

Es erinnert an den bekanntesten Angriff auf Pollença, bei dem mehr als tausend Korsaren landeten und zurückgeschlagen wurden. Der Tag ist der einzige Grund, im August freiwillig hierherzufahren — und ein sehr guter.

Dieselbe Plaça Major im Winter: nasses, spiegelndes Pflaster nach der Reinigung, kahle Platanen, wenige Menschen in Winterjacken, ein Kind läuft über den Platz; die Cafés unter geschlossenen Schirmen sind besetzt.
Im Januar, nach der morgendlichen Platzreinigung. Die Cafés sind trotzdem besetzt — hier wohnen Menschen, nicht nur Gäste.

Was man leicht übersieht

Die Pont Romà am nördlichen Ortsrand, eine zweibogige Steinbrücke über den Torrent de Sant Jordi, römischen Ursprungs. Sie steht etwas abseits, und die meisten Besucher gehen daran vorbei.

Das Museu de Pollença im ehemaligen Dominikanerkloster, mit dem Kreuzgang von Santo Domingo, in dem im Sommer das Festival de Pollença stattfindet.

Der Puig de Maria, 330 Meter hoch, mit einem ehemaligen Kloster und einer einfachen Herberge oben. Der Aufstieg dauert 45 Minuten, und der Blick reicht über beide Buchten gleichzeitig — die von Pollença und die von Alcúdia.

Zweibogige Bruchsteinbrücke über einen fast stillstehenden Bach, in dem sich die Bögen spiegeln; auf der Brücke zwei Personen, im Hintergrund bewaldete Berghänge unter tiefblauem Himmel.
Die Pont Romà am nördlichen Ortsrand. Sie erinnert daran, dass hier lange vor der Stadt schon jemand war.

Ansichten

Pollença auf Mallorca

Weite, hell gepflasterte Plaça Major mit Platanenreihen, unter denen Cafétische und geschlossene Sonnenschirme stehen; im Hintergrund die schlichte Sandsteinfassade der Kirche Santa Maria dels Àngels mit großer Rosette und der Uhrturm.
PollençaDie Plaça Major. Nach Aussage der Einwohner der schönste Marktplatz der Insel — und sie haben nicht ganz unrecht.
Nahsicht der Westfassade von Santa Maria dels Àngels mit fein durchbrochener steinerner Fensterrose, davor die belaubten Platanen des Platzes und die Terrassen der Cafés im Schatten.
PollençaDie Rosette von Santa Maria dels Àngels. Von den Cafétischen aus sieht man sie den ganzen Tag anders.
Dieselbe Plaça Major im Winter: nasses, spiegelndes Pflaster nach der Reinigung, kahle Platanen, wenige Menschen in Winterjacken, ein Kind läuft über den Platz; die Cafés unter geschlossenen Schirmen sind besetzt.
PollençaIm Januar, nach der morgendlichen Platzreinigung. Die Cafés sind trotzdem besetzt — hier wohnen Menschen, nicht nur Gäste.
Menschenleere Gasse in der Altstadt mit hohen Sandsteinhäusern, geschlossenen Holzläden und einem schmiedeeisernen Balkon mit gelb-roter Schleife; rechts der Schriftzug Can Llobera an einer Hausecke.
PollençaZwei Gassen vom Platz entfernt ist es still. Die Sandsteinfassaden werden mittags fast weiß.
Enge, ansteigende Altstadtgasse mit ockerfarbenen und Natursteinfassaden, blauen Fensterläden und einer Straßenlaterne; am Ende lehnt ein Fahrrad an der Mauer, darüber ein Himmel mit weißen Wolken.
PollençaDie Altstadt steigt zum Calvari hin an. Wer zu Fuß unterwegs ist, merkt es spätestens auf dem Rückweg.
Unverputzte Bruchsteinfassade eines alten Hauses mit offenem Torbogen, davor Kleiderständer und Hutregale eines kleinen Ladens; zwei ältere Besucher betrachten die Auslage.
PollençaKleine Läden in alten Häusern, ohne Schaufenster. Die Ware steht auf der Gasse.
Sonnenbeschienener Innenhof mit verwitterten Natursteinwänden, überwachsen von alten Kletterpflanzen; auf dem gemusterten Kiesboden Dutzende Terrakottatöpfe mit Grünpflanzen, dahinter eine schmale Säule und ein Rundbogen.
PollençaInnenhöfe sieht man in Pollença nur, wenn eine Tür offen steht. Es lohnt sich, um die Ecke zu schauen.
Gepflasterter Aufgang zwischen Natursteinmauern mit schmalen Zypressen, Palmfarnen und Agaven in großen Töpfen; links eine schwere Holztür mit Eisenbeschlägen, im Hintergrund Häuser mit grünen Fensterläden.
PollençaDer Weg zum Calvari beginnt harmlos. Erst nach der Ecke sieht man, wie lang die Treppe wirklich ist.
Detail einer alten Bruchsteinfassade mit heller zweiflügeliger Holztür, geschmiedeten Griffen und der Hausnummer 42; links ein Fenster mit verwitterten Läden, überwachsen von Kletterpflanzen, im Vordergrund unscharfes Grün.
PollençaNichts Besonderes, und genau deshalb typisch. Solche Türen hat hier fast jedes Haus.
Zweibogige Bruchsteinbrücke über einen fast stillstehenden Bach, in dem sich die Bögen spiegeln; auf der Brücke zwei Personen, im Hintergrund bewaldete Berghänge unter tiefblauem Himmel.
PollençaDie Pont Romà am nördlichen Ortsrand. Sie erinnert daran, dass hier lange vor der Stadt schon jemand war.
Verrostetes, ausgebleichtes Halteverbotsschild mit kaum noch lesbarer Aufschrift vor einer groben Bruchsteinmauer, rechts ein grauer Abfallbehälter auf dem Bürgersteig.
PollençaAuch das ist Pollença. Nicht alles, was alt aussieht, ist historisch.

Wie viel Zeit hast du?

Was man in Pollença tut

Drei Stunden

Plaça Major, ein Kaffee unter den Platanen, dann die 365 Stufen hinauf zum Calvari und wieder hinunter. Zurück über die Gassen zum Pont Romà.

Ein halber Tag

Dazu das Museu de Pollença im ehemaligen Dominikanerkloster und der Kreuzgang von Santo Domingo. Nachmittags hinunter an die Bucht.

Ein ganzer Tag

Vormittags die Stadt, mittags der Aufstieg zum Puig de Maria mit dem ehemaligen Kloster auf 330 Metern — 45 Minuten, und der Blick reicht über beide Buchten. Abends zurück auf die Plaça Major.

Bei Regen

Museu de Pollença, Santo Domingo, die Kirchen — und danach ein langer Nachmittag in einem Café am Platz. Für eine Kleinstadt hat Pollença erstaunlich viel Überdachtes.

Feste im Jahreslauf

  • Karfreitag — Davallament Die Kreuzabnahme wird oben am Calvari gespielt, danach trägt der Zug schweigend die 365 Stufen hinunter, nur mit Fackeln.
  • 2. August — La Patrona — Moros i Cristians Die ganze Stadt spielt den Korsarenüberfall nach. Vormittags die Schlacht, abends Feuerwerk.
  • Juli und August — Festival de Pollença Konzerte im Kreuzgang des ehemaligen Dominikanerklosters Santo Domingo.

Praktisch

Parken
Parkplätze am Ortsrand, meist unproblematisch. Sonntags wegen des Markts früh kommen. In der Altstadt selbst ist Parken keine gute Idee.
Öffentlich
Linien ab Palma, Inca und Alcúdia, im Sommer dichter Takt zum Hafen
Zeitbedarf
Ein halber Tag für die Stadt, als Standort für den Norden eine Woche
Hinweis
Auf dem Puig de Maria (330 m) liegt ein ehemaliges Kloster mit einfacher Herberge. Der Aufstieg dauert 45 Minuten, der Blick reicht über beide Buchten.
Bus
Linie 301 nach Palma über Sa Pobla und Inca, 322 nach Port de Pollença, Alcúdia und Port d'Alcúdia. Im Sommer die 231 quer über den Kamm nach Lluc und Sóller und der Formentor-Shuttle 334 ab dem Hafen.
Versorgung
Supermarkt: Mehrere im Ort, ganzjährig geöffnet · Apotheke: Mehrere im Zentrum · Arzt: Gesundheitszentrum im Ort · Geldautomat: Rund um die Plaça Major · Tankstelle: An der Ausfallstraße Richtung Port de Pollença
Zugänglichkeit
Gepflasterte Gassen, teils steil; die Kalvarienbergtreppe ist Naturstein · Kinderwagen: Plaça Major und Hauptgassen ja, die Treppe nicht · Rollstuhl: Der Platz gut, die Altstadt eingeschränkt, der Calvari nicht · Hunde: Angeleint, auf dem Markt üblich
Gibt es nicht
Strand oder Meerzugang · Ruhe am 2. August · Günstige Preise auf der Plaça Major
Koordinaten
39.8769,3.0161 Google Maps Apple Karten

Termine, die alles verändern

Wenn hier ein Rennen ist

Mallorca 312 Rennrad · 25. April 2026

Verkehrssperrungen beginnen bereits am Morgen. Betroffene Straßen und Freigabezeiten richten sich nach dem Strecken- und Sperrplan des Veranstalters. Plane Transfers und Ausflüge an diesem Tag mit zusätzlicher Zeit.

Ironman 70.3 Alcúdia-Mallorca Triathlon · 9. Mai 2026

Rund um Start, Ziel und Wettkampfstrecke gibt es zeitweise Sperrungen und mehr Betrieb. Prüfe die Zufahrt zu deiner Unterkunft und den Streckenplan, besonders bei einem Flughafentransfer.

Der Saisonkompass oben bewertet Monate, keine einzelnen Tage — ein Rennwochenende kann einen ruhigen Ort für zwei Tage in sein Gegenteil verkehren. Alle Termine im Kapitel Sportereignisse.

Stadt oder Hafen — wo wohnt man richtig?

PollençaPort de Pollença
CharakterAlte Kleinstadt, Eigenleben, MarktFerienort am Wasser, Segelrevier
Meersechs Kilometer entferntvor der Tür
Im Winteroffen und lebendighalb offen, ruhig
Preisegemischt, am Platz gehobendurchgehend gehoben
Für wenWanderer, Kulturreisende, LangbleiberSegler, Badegäste, Ruhesuchende

Der Bus zwischen beiden fährt eine Viertelstunde und in der Saison dicht. Wer schwankt, wohnt in der Stadt — hinunterfahren geht immer, hinauffahren vergisst man.

Was in Reichweite liegt

Sehenswürdigkeiten

In der Umgebung

Betonweg auf einem schmalen Felsgrat, der zu einer runden Aussichtsterrasse mit Geländer führt, auf der Dutzende Besucher stehen; links das tiefblaue Meer, rechts die zerklüftete Steilküste der Halbinsel Formentor unter Wolkenhimmel.
Mirador Es Colomer 30 Min. Fahrt · 9 km nordöstlich

Der bekannteste Aussichtspunkt Mallorcas, 232 Meter über dem Meer auf der Halbinsel Formentor. Eine Betonterrasse …

über Port de Pollença; im Sommer ab 10 Uhr nur bei freier Schranke

Breite Natursteintreppe zum Eingang der Coves de Campanet, gesäumt von Trockenmauern, Zypressen und Platanen.
Coves de Campanet 10 km südwestlich (Luftlinie)

Die kleinste und stillste der großen Tropfsteinhöhlen Mallorcas — ohne Bootsfahrt, ohne Lichtshow, mit einer …

Ausgrabungsgelände der römischen Stadt Pollentia bei Alcúdia mit zwei erhaltenen Säulenstümpfen im Vordergrund, niedrigen Mauerresten, Zypressen und der Kirche des Friedhofs im Hintergrund.
Pollentia 15 Min. Fahrt · 10 km östlich

Die Ruinen der römischen Stadt, aus der Alcúdia hervorging. Im Jahre 123 vor Christus gegründet, für Jahrhunderte …

in Alcúdia

Die alte Kirche Sant Miquel bei Campanet aus hellem Naturstein mit Glockengiebel, flankiert von Zypressen, unter blauem Himmel.
Sant Miquel de Campanet 10 km südwestlich (Luftlinie)

Eine der ältesten Kirchen der Insel, allein zwischen Feldern vor Campanet. Nach der Eroberung von 1229 auf einer …

Die kleine helle Wallfahrtskapelle von Crestatx mit Rundbogenportal und Glockengiebel, umgeben von hohen Kiefern und Zypressen.
Ermita de Crestatx 11 km südlich (Luftlinie)

Eine kleine Wallfahrtskapelle unter Kiefern bei Sa Pobla, an der Stelle einer Siedlung, die es vor dem Ort gab …

Wuchtiger Bruchsteinbau der Ermita de la Victòria mit heller Sonnenuhr an der Seitenwand, davor alte Kiefern und ein gepflasterter Vorplatz, rechts die Sonnenschirme des angrenzenden Cafés.
Ermita de la Victòria 30 Min. Fahrt · 13 km östlich

Wallfahrtskirche auf der Halbinsel Victòria, sieben Kilometer nordöstlich von Alcúdia. Die Straße endet hier oben …

über Alcúdia, dann schmale Bergstraße

Die barocke Fassade der Klosterkirche von Lluc mit Uhr und Glockengiebel, gesehen durch einen dunklen steinernen Torbogen.
Santuari de Lluc 13 km südwestlich (Luftlinie)

Das geistliche Zentrum Mallorcas: eine Klosteranlage auf 525 Metern mitten in der Tramuntana, mit Gästezimmern …

Die Straße zum Cap de Formentor führt zwischen hellen Felswänden hindurch, am Horizont steht der weiße Leuchtturm auf einer kahlen Kuppe über dem Meer.
Cap de Formentor 45 Min. Fahrt · 16 km nordöstlich

Die Nordostspitze Mallorcas: eine zwanzig Kilometer lange Felshalbinsel, an deren Ende seit 1863 ein Leuchtturm …

im Sommer Zufahrtsregelung ab Platja de Formentor

Entfernungen ohne Zeitangabe sind Luftlinie. Auf Mallorca kann die Fahrzeit deutlich darüber liegen — wo mir das bekannt ist, steht sie dabei.

Wo man von hier aus badet

Strände und Bademöglichkeiten im Umfeld

Von hier aus

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zu Pollença

Wie viele Stufen hat der Kalvarienberg in Pollença?

365 — für jeden Tag des Jahres eine. Die Treppe beginnt direkt hinter dem Rathaus und führt zwischen Zypressen hinauf zu einer neugotischen Kapelle auf rund 170 Metern. Oben sieht man über die Stadt, die Bucht von Pollença und bei klarer Luft bis zum Cap de Formentor. Und nicht vergessen: die 365 Stufen müssen auch wieder hinunter. Zum Glück gibt es links und rechts genug Steinmauern für eine Pause.

Wann ist Markt in Pollença?

Sonntagvormittags auf der Plaça Major und in den angrenzenden Gassen. Es ist einer der bekanntesten Märkte der Insel — und anders als in Alcúdia oder Santa Maria überwiegt hier noch der Einkauf gegenüber dem Andenken. Früh kommen, sonst findet man keinen Parkplatz und keinen Tisch.

Was ist der Unterschied zwischen Pollença und Port de Pollença?

Sechs Kilometer und zwei Welten. Pollença ist die alte Stadt im Landesinneren, mit Plaça Major, Gassen und dem Kalvarienberg. Port de Pollença ist der Ferienort am Wasser, im 20. Jahrhundert entstanden. Wer beides will, wohnt in der Stadt und fährt zum Baden hinunter — der Bus braucht eine Viertelstunde.

Warum liegt Pollença nicht am Meer?

Aus Vorsicht. Die Küste war bis ins 18. Jahrhundert unsicher, osmanische und nordafrikanische Korsaren landeten regelmäßig. Deshalb wurde die Stadt bewusst sechs Kilometer landeinwärts gebaut, außer Sicht vom Wasser. Erst mit dem Ende der Piraterie entstand der Hafenort. Dasselbe Muster findet man an der ganzen Nordküste — Alcúdia und sein Hafen sind der zweite Fall.

Was ist La Patrona in Pollença?

Das Fest Moros i Cristians am 2. August, bei dem die ganze Stadt den Korsarenüberfall von 1550 nachspielt. Vormittags zieht die Schlacht durch den ganzen Ort, mit einer Härte, die Besucher regelmäßig überrascht; abends gibt es Feuerwerk. Es ist der einzige Grund, im August freiwillig nach Pollença zu fahren — und ein sehr guter.

Was ist der Davallament?

Die Karfreitagsprozession. Oben am Calvari wird die Kreuzabnahme gespielt, danach trägt der Zug die Figur schweigend die 365 Stufen hinunter, nur mit Fackeln. Es ist das eindrucksvollste religiöse Ereignis der Insel und gleichzeitig eines der wenigen, bei denen Besucher wirklich nur zusehen.

Was ist die Pont Romà?

Eine zweibogige Steinbrücke am nördlichen Ortsrand, über den Torrent de Sant Jordi. Sie gilt als römischen Ursprungs und erinnert daran, dass die Gegend lange vor der Stadt besiedelt war — die Römer gründeten hier Pollentia, dessen Ausgrabungen heute allerdings bei Alcúdia liegen.

Lohnt sich Pollença im Winter?

Ja, und das unterscheidet die Stadt von fast allem an dieser Küste. Während der Hafen zwischen Dezember und Februar herunterfährt, funktioniert die Stadt weiter: Läden offen, Markt am Sonntag, Cafés am Platz. Für Wanderer ist es der ruhigste Standort des Nordens.

Praktisches auf einen Blick

Wann ist die beste Reisezeit für Pollença?

Für einen Besuch empfehlen sich diese Monate: September bis Juni. Für Januar gilt: Die Stadt funktioniert weiter, der Hafen ist geschlossen. Für Wanderer der ruhigste Standort der Insel.

Lohnt sich Pollença im Juli und August?

Im Juli und August lohnt sich ein Besuch mit Einschränkungen. Im Juli ist es meist voll, im August überfüllt. Am 2. August Moros i Cristians — die ganze Stadt spielt die Piratenlandung nach. Sehr sehenswert, sehr voll.

Wie weit ist Pollença vom Flughafen Palma entfernt?

Vom Flughafen Palma sind es rund 60 Kilometer und etwa 55 Minuten Fahrzeit. Die Stadt selbst geht man zu Fuß, für alles andere im Norden lohnt ein Auto. Sonntags früh kommen — der Markt füllt die Parkplätze am Ortsrand.

Braucht man für Pollença einen Mietwagen?

Empfohlen. Es geht auch ohne, mit Auto ist Pollença aber deutlich einfacher zu erreichen. Öffentlicher Verkehr: Linie 301 nach Palma über Sa Pobla und Inca, 322 nach Port de Pollença, Alcúdia und Port d'Alcúdia. Im Sommer die 231 quer über den Kamm nach Lluc und Sóller und der Formentor-Shuttle 334 ab dem Hafen.

Wo kann man bei Pollença parken?

Parkplätze am Ortsrand, meist unproblematisch. Sonntags wegen des Markts früh kommen. In der Altstadt selbst ist Parken keine gute Idee.

Kann man bei Pollença baden?

Nicht vor Ort — ein Strand gehört ausdrücklich nicht dazu. Was in Badeweite liegt, steht im Abschnitt „Baden in der Nähe" auf dieser Seite.

Ist Pollença mit Kinderwagen oder Rollstuhl machbar?

Wege und Untergrund: Gepflasterte Gassen, teils steil; die Kalvarienbergtreppe ist Naturstein. Mit Kinderwagen: Plaça Major und Hauptgassen ja, die Treppe nicht. Mit Rollstuhl: Der Platz gut, die Altstadt eingeschränkt, der Calvari nicht.

Sind Hunde bei Pollença erlaubt?

Angeleint, auf dem Markt üblich.

Pollença gehört zum Schönsten auf Mallorca

Text und Fotos: . Seit 2013 auf Mallorca unterwegs — mit dem Rad, zu Fuß und mit der Kamera.